Googles Expansionsdrang stößt an Grenzen
Der Suchmaschinenbetreiber kann nicht wie gewünscht seine Aktivitäten ausweiten, da es angeblich nicht genügend geeignete Bewerber gibt.
Der Suchmaschinenbetreiber Google kann seine Geschäftstätigkeiten nicht wie gewünscht ausweiten, da es an dem nötigen Personal fehlt. Das haben laut einem Bericht des Wall Street Journal Manager des Unternehmens auf einem Analystentreffen eingeräumt. Es gebe nicht genügend qualifizierte Fachkräfte, auch hinke die technische Infrastruktur den Wünschen nach.
Das Unternehmen wolle sein Produktfolio stark erweitern und die Zahl der Mitarbeiter erhöhen, die derzeit bei 3000 liegt gegenüber knapp 2300 im Juni 2004. Doch gebe es nicht genügend Anwärter, die den strengen Maßstäben Googles genügen. Bewerber werden intensiv getestet und mehreren Befragungen ausgesetzt. Google-Mitgründer Sergey Brin klagte laut dem Bericht, sein Unternehmen liege etwa 10 bis 20 Prozent hinter den Zielen zurück.
Über die finanziell-strategische Ausrichtung sei auf dem Treffen wenig Neues bekannt geworden. CEO Eric Schmidt gab aber erstmals einen Überblick über die Präferenzen seines Unternehmens: 70 Prozent der Aktivitäten konzentrierten sich auf das Kerngeschäft mit Web-Suchen und Anzeigen, 20 Prozent auf andere suchbezogene Produkte wie Google News und 10 Prozent auf solche, die nichts mit Internetsuche zu tun haben wie zum Beispiel Social Networking Service und die Fotomanagement-Software Picasa.
Google setzte im vergangenen Quartal knapp eine Milliarde US-Dollar um und erzielte einen Nettogewinn von 204 Millionen US-Dollar. Das Analystentreffen war das erste, das Google seit seinem Börsengang im vergangenen Jahr einberufen hat. (anw)