Ex-Opel-Chef Forster tritt als Chef von Tata Motors zurück
- ssu
Der Vorstandschef des indischen Autokonzerns Tata Motors, Carl-Peter Forster, ist mit sofortiger Wirkung von seinem Posten zurückgetreten. Wie das Unternehmen am heutigen Freitag mitteilte, stellte der frühere Opel-Chef sein Amt aus persönlichen Gründen zur Verfügung. Forster werde dem Aufsichtsrat des Konzerns mit Sitz in Mumbai jedoch als nicht geschäftsführendes Mitglied erhalten bleiben.
Carl-Peter Forster bei der Premiere des Opel Ampera auf dem Genfer Salon 2009
(Bild: General Motors)
Er bedaure zutiefst, dass es seine persönlichen Umstände nicht mehr ermöglicht hätten, seinen Aufgaben nachzukommen, sagte Forster. Einzelheiten wurden nicht bekannt. "Der Aufsichtsrat respektiert die persönlichen Umstände von Carl-Peter, die zu dieser Entscheidung geführt haben", erklärte Konzernchef Ratan N. Tata.
Forster hatte im Februar 2010 den Vorstandsvorsitz bei Tata Motors übernommen. Er führte die weltweiten Geschäfte des Unternehmens und war auch für die Autohersteller Jaguar und Land Rover verantwortlich, die Tata 2008 gekauft hatte. Vor seinem Engagement in Indien war Forster Chef von General Motors Europe. Er verließ den Konzern Ende 2009 nach dem geplatzten Verkauf von Opel. Forster hatte im Zuge der GM-Insolvenz eine Abtrennung der Rüsselsheimer vom US-Autoriesen befürwortet.
Tata Motors konnte unter Forsters Führung seinen Profit erheblich steigern. Für das abgelaufene Geschäftsjahr (März 2011) vermeldete das Unternehmen eine Verdreifachung des Gewinns. Dazu trugen nach Firmenangaben auch Jaguar und Land Rover bei, die unter Tata-Management wieder profitabel wirtschaften. (dpa) (ssu)