Studie: USA-Zentrierung der Internet-Infrastruktur nimmt ab
Die Internet-Infrastruktur ist zurzeit wesentlich weniger auf die USA ausgerichtet als noch vor zehn Jahren. Zu diesem Ergebnis kommen die Forscher von TeleGeography in ihrem aktuellen Report soeben erschienenen Report "Global Internet Geography 2011".
Die Internet-Infrastruktur ist zurzeit wesentlich weniger auf die USA ausgerichtet als noch vor zehn Jahren. Zu diesem Ergebnis kommen die Forscher von TeleGeography in ihrem soeben erschienenen Report "Global Internet Geography 2011". Das Unternehmen untersucht seit vielen Jahren die Beschaffenheit der autonomen Teilnetze sowie die Konnektivität der IP-Carrier untereinander.
Die Entwicklung groĂźer regionaler Netzwerke habe dazu gefĂĽhrt, dass die Bedeutung von Verbindungen in die USA in allen Regionen der Welt bis auf Lateinamerika geringer geworden sei. Die Carrier haben demzufolge ihre Verbindungen untereinander breiter gestreut, was neue Routing-Optionen brachte. Neue Austauschpunkte und bessere Verbindungen haben nun auch Staaten wie die TĂĽrkei, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kenia und Brasilien zu Internet-Hubs gemacht.
(Bild:Â TeleGeography)
Effizienteres Routing und insbesondere Content Delivery Networks wie das von Akamai sorgen laut TeleGeography auch dafür, dass Daten nicht mehr lange Reisen über den großen Teich machen müssen, sondern oft im Cache beim Provider um die Ecke für den Abruf bereitliegen. Die Folge: In dem Maße, in dem der Interkontinental-IP-Traffic abnimmt, steigt das Aufkommen an lokalen Austauschknoten. "Die zunehmende Stärke regionaler Hubs und Routen ist ein positiver Trend in der Internet-Evolution und sollte helfen, die Performance und Ausfallsicherheit des Internets zu verbessern", lautet das Fazit der Forscher. (hob)