Virtualisierungslösung Fusion 4 unterstützt Mac OS X 10.7 "Lion"
Version 4 von VMwares Virtualisierungslösung für Mac OS X ist auf Lion ausgelegt und unterstützt die erstmals durch Apples Lizenz abgedeckte Virtualisierung der 10.7-Client-Version.
- Christian Kirsch
VMware hat den für Mac OS X gedachten Virtualisierer Fusion in Version 4 vorgestellt. Die Aktualisierung ist mit einer Unterstützung von Mission Control und Launchpad auf die Verwendung unter Mac OS X 10.7 Lion ausgelegt. Sie ermöglicht nun – zwei Wochen nach Parallels Desktop 7 – ebenfalls das Ausführen der Client-Version von Lion in einer virtuellen Maschine sowie die Virtualisierung von Lion Server, Snow Leopard Server und Leopard Server.
Über 90 neue Funktionen und Verbesserungen verspricht VMware insgesamt für die vierte Ausgabe der Virtualisierungslösung. Dazu gehören eine vereinfachte Installation, eine neue Ein-Fenster-Ansicht, eine von Time Machine inspirierte Bedienoberfläche für Snapshots und eine beschleunigte Grafikleistung bei 3D-Anwendungen. Fusion 4 ist nach Entwicklerangabe "von Kopf bis Fuß" eine 64-Bit-Cocoa-Anwendung und wurde für den Einsatz auf aktuellen Mehrkern-Macs optimiert.
Update: Mit der neuen Version lässt sich auch die gerade veröffentlichte Testversion von Microsofts Windows 8 auf dem Mac virtualisieren. In einem kurzen Test schien die Fusion als 64-Bit-Variante von Windows 7 untergeschobene Software anstandslos zu funktionieren. Auch die für Maus- und Bildschirmoptimierung nötigen VMware-Tools ließen sich aufspielen und erledigten ihre Aufgabe.
Zur Veröffentlichung kostet Fusion 4 vorübergehend 50 statt der üblichen 80 Dollar, hierzulande fallen gut 43 Euro an. Kunden, die Fusion 3 nach dem 20. Juli 2011 erworben haben, erhalten die Aktualisierung auf Version 4 kostenlos. Die Virtualisierungssoftware lässt sich für 30 Tage kostenlos testen. Erhältlich ist eine 380 MByte große Variante samt einjährigem Abonnement für McAfees Virenschutz und die 200 MByte kleinere Fassung ohne diese Software. (lbe)