Dritte Privatperson im Weltall
Der Unternehmer Greg Olsen ist heute erfolgreich vom Weltraumbahnhof im kasachischen Baikonur zur Internationalen Weltraumstation gestartet.
Der in Brooklyn, New York geborene Unternehmer Greg Olsen ist heute Morgen erfolgreich zusammen mit den beiden Astronauten William McArthur und Waleri Tokarjew an Bord einer russischen Sojus-Kapsel ins Weltall gestartet. Ziel der Mission ist die Internationale Weltraumstation (ISS). Der Flug soll Olsen 20 Millionen US-Dollar (knapp 17 Millionen Euro) kosten. Es ist das dritte Mal nach dem US-Amerikaner Dennis Tito und dem Südafrikaner Mark Shuttleworth, dass das Unternehmen Space Adventures eine zahlungskräftige Privatperson in das Weltall befördert.
Olsen bezeichnet sich selbst aber nicht als Weltraumtourist, sondern möchte Experimente in der Schwerelosikeit für eine spätere kommerzielle Vermarktung durchführen. Gemäß Space Adventures nimmt Olsen an einem von der europäischen Weltraumagentur vorbereiteten Forschungsprogramm teil, das die Ursache von Übelkeit und Schmerzen und die Evolution der menschlichen Bakterienflora erforschen will. 900 Stunden Ausbildung musste Olsen zur Reisevorbereitung absolvieren.
Die Urlaubspost kommt via Webcast. Auf der Webseite der Firma Sensors Unlimited, die Olsen im vergangenen Monat verkaufte, gibt ein PDF-Dokument Auskunft über die Sendetermine, an denen Olsen mit Familienmitgliedern, Freunden und Kollegen sprechen will. Nach zehn Tagen soll Olsen mit der alten Crew der ISS zurückkehren, Tokarjew und McArthur erwartet ein halbjähriger Aufenthalt. (bbu)