Innenminister Schily fordert besseren Schutz gegen Online-Betrug

"Die Hersteller von Internet-Browsern mĂĽssen ihre Software manipulationssicher machen", sagte Schily in einem Interview.

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Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) hat Softwarehersteller und Webseitenbetreiber dazu aufgefordert, Internetnutzer besser vor Kriminellen zu schützen. "Hier hat es in der Vergangenheit leider viele Versäumnisse gegeben", sagte er dem Nachrichtenmagazin Focus. Mit Blick auf die ständig steigende Zahl von Betrugsversuchen beim Online-Banking rief Schily Banken und andere Anbieter sicherheitskritischer Online-Dienstleistungen auf, enger als bisher mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zusammenzuarbeiten.

"Die Hersteller von Internet-Browsern müssen ihre Software manipulationssicher machen, dazu gibt es konkrete Empfehlungen des BSI", sagte Schily. Banken und andere Online-Anbieter müssten auf ihren Seiten so weit wie möglich auf aktive Inhalte verzichten, damit die Sicherheitsmechanismen der Browser greifen. Aber auch die Bürger müssten sich um die Sicherheit ihrer Rechner kümmern. Auf die Frage, ob es auch in Deutschland ein Aktionsbündnis wie die internationale Anti-Phishing Working Group geben sollte, meinte Schily, in Deutschland arbeiteten Regierung und Wirtschaft bereits intensiv zusammen. "Das Bundesinnenministerium und das ihm unterstehende Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unterstützen einerseits die Banken, damit deren Seiten sicherer werden, und klärt andererseits die Bürger über die bestehenden Gefahren auf." Hier verweist Schily auf die Website BSI-fuer-buerger.de. (anw)