Computex

mi statt Mu: miCard ist jetzt reif für den Massenmarkt

Die MultiMediaCard Association hat den MMC-Standard um eine miCard-Spezifikation ergänzt.

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Von
  • Boi Feddern

Die MultiMediaCard Association (MMCA) hat einen neuen Standard für kleine Flash-Speicherkarten verabschiedet. miCards (12 mm × 21 mm × 1,95 mm) sind fast so klein wie microSD-Karten (15 mm × 11 mm × 1 mm). Sie sind voll kompatibel zu SD-/MMC-Kartenslots, laufen aber auch direkt – ohne Umweg über einen USB-Kartenleser – in einem USB-Port. Sie sollen mindestens einfaches USB-2.0-Tempo (480 MBit/s) erreichen. Gerüchten zufolge wurde in Labortests auch schon doppeltes USB-Tempo erreicht. Die prinzipiell mögliche Speichermenge beträgt 2 Terabyte.

Die Arbeit an der Spezifikation zu den miCards begann bereits vor mehr als zweieinhalb Jahren. Damals versuchte vor allem das Industrial Technology Research Institute (ITRI) das Vorhaben voranzutreiben, ein damals noch als µCard ("Mu"-Karte) bezeichnetes Flash-Speicherkärtchen zu entwickeln. Es sollte kompatibel zu SD-/MMC-Kartenslots sein, aber ein einfacheres, billigeres und schnelleres Interface besitzen. Später hat das ITRI dann Kontakt zur MMCA aufgenommen, damit der MMC-Standard um einen jetzt miCard genannten Standard erweitert wird.

Eine Spezifikation zu den neuen miCards soll noch diesen Monat erscheinen, erste Muster der kleinen Speicherkärtchen dürften ab nächster Woche auf der Computex in Taiwan zu bewundern sein. Die ersten miCards könnten dann im dritten Quartal dieses Jahres auf den Markt kommen. Zu den potenziellen Herstellern, die in der nächsten Zeit miCards anbieten könnten, zählen A-Data oder die C-One Technology Group, zu der auch die Marke Pretec gehört. (boi)