ADAC-Winterreifentest 2011: Kein "sehr gut" dabei
Der ADAC hat zusammen mit der Stiftung Warentest 30 Winterreifen unter die Lupe genommen. Getestet wurden 16 Pneus der Dimension 195/65 R15 T sowie 14 Winterreifen der Größe 175/65 R14 T
- Martin Schou
- Martin Franz
München, 22. September 2011 – Seit dem vergangenen Jahr ist bei winterlichen Straßenverhältnissen eine Bereifung mit M+S-Kennzeichnung an der Flanke vorgeschrieben. Was zu mehr Sicherheit führen sollte, wird durch die schlichte Tatsache entwertet, dass der Gesetzgeber keinerlei Bedingungen an dieses Siegel geknüpft hat. Theoretisch kann also jeder Sommerreifen ein „M+S“ bekommen. Trotzdem raten Experten zu „richtigen“ Winterreifen. Solche hat der ADAC jetzt zusammen mit der Stiftung Warentest unter die Lupe genommen. Getestet wurden 16 Winterreifen der Dimension 195/65 R15 T sowie 14 Winterreifen der Größe 175/65 R14 T.
Markenreifen vorn
Bei den 195er-Reifen wurde der Trayal Arctica mit mangelhaft bewertet. Er verursacht den höchsten Kraftstoffverbrauch, erzeugt ein lautes Geräusch und hat deutliche Schwächen auf Schnee und Eis. Außerdem schneidet er auf nasser Fahrbahn sehr schwach ab. Die sechs „guten“ Reifen der 195er-Dimension zeigen eine durchweg ausgewogene Leistung. Der Continental ContiWinterContact TS830 und der Semperit Speed-Grip2 überzeugen durch den geringsten Verbrauch.
ADAC-Winterreifentest 2011: Kein "sehr gut" dabei (9 Bilder)

Der ADAC hat 30 Winterreifen der Größen 195/65 R15 und 175/65 R14 getestet
Bestnoten auf Nässe bekommt der Goodyear UltraGrip8. Der Dunlop SP Winter Sport 4D überzeugt gleichermaßen in vielen Einzelkriterien und befindet sich somit insgesamt auf einem hohen Qualitätsniveau. Die niedrigsten Verschleißwerte hatte der Michelin Alpin A4. Der Pirelli Winter 190 Snowcontrol Serie 3 verdient die gute Note unter anderem wegen seiner Leistungen auf Eis.