Neue Schmalbandflatrate für Bayern
Der Regionalanbieter M-Net bietet auch Kunden, die kein DSL wollen oder es aus technischen Gründen nicht bekommen können, eine Flatrate für knapp 20 Euro an.
Offiziell angekündigt wurde sie nicht, zu bestellen ist sie schon seit Dezember: Die ISDN-Flatrate T-Online eco flat aus dem Hause Telekom. Damit stellen die Bonner eine in der Branche seit Jahren hartnäckig beschworene Gewissheit auf den Kopf: Eine ISDN-Flatrate lässt sich wirtschaftlich nicht zu einem bezahlbaren Endkundenpreis realisieren. Mit monatlich 79,99 Euro lässt sich die Telekom den Tabubruch auch ordentlich bezahlen.
Deutlich interessanter dürfte daher das Angebot sein, das der bayerische Regionalanbieter M-Net seinen Kunden macht. Die Münchner haben ab sofort eine Schmalbandflatrate für monatlich 19,90 Euro im Programm. Die Flatrate gilt für einen analogen Anschluss (monatlich 17,95 Euro) ebenso wie ISDN (20,85 Euro monatlich), bei Neuschaltung des Anschlusses oder Wechsel von einem alten Produkt berechnet M-Net eine einmalige Einrichtungsgebühr (ab 24,90 Euro). Analog surft es sich mit 56 kBit/s, mit der von M-Net erlaubten Kanalbündelung kommt der Zugang bei einem ISDN-Anschluss auf maximal 128 kBit/s. Zu Zeiten von ADSL2+ nimmt sich das mickrig aus, ist für viele Nutzer aber immer noch besser, als gar kein Internet oder den ständigen Tarifwechseln der By-call-Anbieter hinterherzuhecheln. Auch Mehrplatznutzung erlaubt der Provider.
Voraussetzung für die Schmalbandflatrate ist ein Telefonanschluss von M-Net, der in den Regionen Würzburg, Regensburg, Ingolstadt, Nürnberg, Augsburg und München verfügbar ist. Für Kunden, die sich zusätzlich für eine Telefonflatrate ins deutsche Festnetz (weitere 19,90 Euro) entscheiden, reduziert sich der Surf-Pauschaltarif auf 4,90 Euro monatlich. Eine Mindestvertragslaufzeit für die Schmalbandflatrate besteht nicht, die Kündigungsfrist beträgt vier Wochen zum Monatsende. Nach Auskunft von M-Net gibt es keine Beschränkungen für die Schmalbandflatrate. Das Angebot richtet sich an das Zehntel der Kunden, die aus technischen Gründen nicht mit DSL versorgt werden können oder denen ein schmaler Zugang reicht. Auch Bestandskunden können den Tarif buchen, müssen dafür gegebenenfalls auf ein aktuelles Telefonprodukt wechseln und eine Einrichtungsgebühr bezahlen. (vbr)