Oracle und Hitachi wollen RFID-Technik in China vermarkten

Die Unternehmen wollen chinesische Unternehmen dazu bringen, Funketiketten zur Unterscheidung von Produktfälschungen einzusetzen.

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Der US-amerikanische Softwarehersteller Oracle und der japanische Elektronikkonzern Hitachi planen, gemeinsam in China RFID-Etiketten mit so genannten IC Tags zu vermarkten. Diese sollen zur Erkennung von authentischen Produkten gegenüber nachgemachten eingesetzt werden, berichtet die japanische Nachrichtenagentur Nikkei. Die beiden Unternehmen erwarten demnach angesichts des erhöhten Drucks auf China, gegen Produktpiraterie vorzugehen, vor allem eine starke Nachfrage bei Luxusgütern und elektronischen Geräten.

Die IC Tags sollen von Hitachi hergestellt werden und pro StĂĽck 10 Yen (etwa 6 Cent) kosten. Zusammen mit Oracle sowie dem japanischen Ubiquitous ID Center soll der Einsatz der Etiketten in China vorangetrieben werden, als erstes fĂĽr Eintrittskarten zu den Olympischen Spielen 2008 in Beijing und zur Expo 2010 in Shanghai.

Hitachi treibt seit einiger Zeit die Miniaturisierung von RFID-Chips voran. Im Februar präsentierte das Unternehmen in San Francisco den Prototyp eines im 90-Nanometer-Prozess gefertigten RFID-Chips, der im Kern 0,05 mm × 0,05 mm × 5 µm misst. Der Konzern vermarktet bereits einen "µ-chip" (Mu-chip) mit einer Fläche von 0,16 mm², der beispielsweise in die Eintrittskarten für die Weltausstellung 2005 im japanischen Aichi integriert wurde. Oracle befasst sich mit der RFID-Technik vornehmlich softwareseitig. (anw)