EDGE auf dem Vormarsch

Nach Zahlen der Globale mobile Suppliers Association (GSA) bieten 169 Netzbetreiber in 91 Ländern EDGE an oder haben eine Aufrüstung ihres Netzes angekündigt.

vorlesen Druckansicht 40 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.

Bereits 116 GSM-Netzbetreiber in 70 Ländern bieten EDGE kommerziell an. Dies geht aus einer aktuellen Erhebung der Globale mobile Suppliers Association (GSA) hervor. EDGE steht für Enhanced Data rates for GSM Evolution und bezeichnet eine Weiterentwicklung von GPRS, die kürzere Delays und höhere Bandbreiten (theoretisch 473,6 kBit/s) bei gleicher Frequenznutzung ermöglicht. Durch relativ geringe Investitionen können so die Kapazitäten von GPRS-Netzen für die Datenübertragung wesentlich erhöht werden.

Vor einem Jahr waren es erst 35 Netze gewesen. Insgesamt haben 169 Netze in 91 Ländern EDGE in Betrieb oder eine Aufrüstung ihres Netzes angekündigt -- dies entspricht 58 Prozent aller 290 kommerziellen GSM/GPRS-Netze. Weitere 380 Anbieter verfügen nur über GSM ohne GPRS und somit auch ohne EDGE.

55 Betreiber haben angekündigt, sowohl WCDMA (UMTS) als auch EDGE einzuführen, 23 haben dies bereits getan. Dies ist mehr als ein Viertel der 87 derzeit kommerziell betriebenen UMTS-Netze (39 Länder). Weitere sechs WCDMA-Installationen sind im Testbetrieb. Insgesamt wurden in 52 Staaten 146 UMTS-Lizenzen vergeben. Die Zahl der UMTS-Nutzer schätzt die GSA auf 32,2 Millionen (per Ende August) bei einem monatlichen Wachstum von 2 Millionen. Verglichen mit dem Wachstum der GSM-Nutzerbasis von knapp einer Million pro Tag ist das aber ein geringer Wert.

Die Systemlieferanten sind nicht faul und arbeiten bereits an der Evolution der Evolution: Die Weiterentwicklung "EDGE Evolution" soll die Bandbreite -- dank VoIP auch für Sprache -- noch einmal um den Faktor zwei bis drei erhöhen. Die erste Standardisierung wird bereits im kommenden Jahr in der 3GPP Release 7 enthalten sein, Anfang 2007 sollen die ersten EDGE-Netze aufgerüstet werden. (Daniel AJ Sokolov) / (pmz)