Freescale senkt seine Umsatzerwartung

Der US-amerikanische Chiphersteller geht nun davon aus, dass der Umsatz des laufenden Quartals noch tiefer unter dem des Vorquartals liegen wird als vorher prognostiziert.

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Der US-amerikanische Chiphersteller Freescale hat seine Umsatzerwartung für das laufende Quartal gesenkt. Der Umsatz werde nicht wie erwartet bis zu 3 Prozent unter dem des vorigen Quartals liegen, sondern voraussichtlich 6 bis 8 Prozent, heißt es in einer Mitteilung. Damit reagiert das Unternehmen auf die abgeschwächte Nachfrage in den Geschäftsbereichen Industrie und Netzwerke. Die Bruttomarge werde aber leicht über der des vorigen Quartals liegen, teilte das Unternehmen weiter mit.

Im vorigen Quartal, das mit dem Juni endete, hatte Freescale 1,22 Milliarden US-Dollar umgesetzt und eine Bruttomarge von 42,3 Prozent erwirtschaftet. Unterm Strich stand ein Nettoverlust von 168 Millionen US-Dollar. Auch Freescales Konkurrenten auf dem Markt für Analog-Chips Texas Instruments und Intersil haben laut der Finanznachrichtenagentur Bloomberg kürzlich eingeräumt, dass sie die Umsatzziele für das laufende Quartal voraussichtlich nicht erreichen würden. Analysten gingen davon aus, dass sich die Branche derzeit stabilisiere, aber noch nicht stabil sei; so werde Freescale wohl auch im kommenden Quartal Abstriche an seiner Prognose machen müssen.

Freescale gehörte einst zu Motorola, bis es 2004 abgespalten wurde. 2006 ging der Chiphersteller an Finanzinvestoren. Sie bürdeten dem Unternehmen – wie bei solchen Deals üblich – den Großteil des Kaufpreises von 17,6 Milliarden Dollar als Schulden auf. Für zusätzliche Probleme sorgten die Flaute beim wichtigen Kunden Motorola und die Wirtschaftskrise. Im Mai ging das Unternehmen für einen Preis von 18 US-Dollar je Aktie an die Börse. Derzeit notiert das Papier bei 12 US-Dollar. (anw)