3GSM: Erste Details zur HSDPA-Karte von Siemens

In Cannes zeigte Siemens erste Exemplare einer Karte für den UMTS-Turbo HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) und kündigte ein eigenes UMTS-Handy an.

vorlesen Druckansicht 10 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.

Vergangenen Herbst hatte Siemens eine Komplettlösung für den UMTS-Turbo HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) angekündigt, zu der auch eine PC-Card gehörte. Auf dem 3GSM Word Congress in Cannes gab es erste Exemplare der Karte, die unter dem Namen DC10 firmiert, zu bewundern. Die Multi-Mode-Datacard basiert auf einem Chipsatz von Qualcomm. Sie funkt in UMTS-Netzen und als Quadband-GSM-Modem in nahezu allen GSM-Netzen weltweit.

In UMTS-Netzen soll sie bis zu 384 kBit/s empfangen und 64 kBit/s senden können. Ist HSDPA verfügbar liegt die Empfangsrate nach Angaben von Siemens im Mittel bei zwei bis drei Megabit pro Sekunde, womit man etwa so schnell surfen kann wie mit einer guten DSL-Anbindung. In der ersten Ausbaustufe von HSDPA liegt das Maximum bei 3,6 Mbit/s, im Endausbau lassen sich theoretisch sogar 14,4 MBit/s erreichen. HSDPA erreicht dies mit der hochwertigeren Modulationsart 16QAM (16 Quadratur Amplituden Modulation). In Senderichtung bleibt es vorerst bei 64 kBit/s, doch gibt es mit HSUPA (High Speed Uplink Packet Access) auch dafür schon eine ähnliche Lösung.

In GSM-Netzen nutzt die Siemens DC10 den paketorientierten Datendienst GPRS (General Packet Radio Service) oder -- wenn das Netz es anbietet -- den schnelleren EDGE-Dienst (Enhanced Data Rates for GSM Evolution). EDGE erreicht bei guten Sende- und Empfangsverhältnissen Datenraten, die etwa zwischen GPRS und UMTS liegen.

Auf der Pressekonferenz in Cannes kündigte Lothar Pauly, seit Oktober Chef von Siemens Communication, auch ein eigenes UMTS-Handy an, das auf der CeBIT in Hannover offiziell vorgestellt werden soll. Die bisherigen UMTS-Handys im Siemens-Portfolio stammen von Motorola und wurden nur im Design angepasst. (rop)