MAX: Adobe unterstützt Community-Projekt Spoon
Ausgehend von Adobes Flex SDK wollen Entwickler im Spoon-Projekt ein offenes Entwicklungsmodell verfolgen. Langfristig sollen die Änderungen der Community in die offizielle Version einfließen.
- Diane Sieger
Adobes Flex SDK steht zwar unter einer Open-Source-Lizenz, hat jedoch in der Vergangenheit vielfach den Unmut der Entwickler-Community hervorgerufen, da Adobe keinen durchgängigen offenen Entwicklungszyklus für das Flex SDK mehr durchführt. Bugfixes, Patches oder Verbesserungen von der Entwicklergemeinde hat die Firma meist nicht akzeptiert oder gar oft nicht einmal begutachtet.
Bei Flex Spoon handelt es sich um ein Projekt zur Bereitstellung eines von der Entwicklergemeinde unterstützten Flex SDK. Die Idee dazu hatte der in den USA ansässige Entwickler Michael Labriola. Er ist auch Hauptentwickler des FlexUnit-Projekts.
Der Name Spoon ist ein Wortspiel mit GitHubs Konzept des "Forks" eines Projektes. Flex Spoon ist keine Abspaltung von Adobes Flex SDK, sondern wird partnerschaftlich mit dessen Produktteam betrieben. In einem ersten Schritt will das Projekt eine besser testbare Version des SDK bereitstellen und Community-Patches akzpetieren, die es getestet und bewertet an Adobe weitergibt. Auf Basis dieser Zusammenarbeit soll langfristig eine Vertrauensstellung zum Flex-SDK-Team entstehen, sodass Community-Patches in der Regel problemlos akzeptiert und in das Flex SDK integriert werden können.
Flex Spoon ist in den USA als Open Spoon Foundation registriert, und sowohl die Mitglieder des Leitungsgremiums (Board of Directors) als auch die so genannten Officers der Foundation sind bekannte und geachtete Mitglieder der Flex-Entwicklergemeinde. Die Adobe-Angestellte Michelle Yaiser, ursprünglich aus der Flex-Entwicklergemeinde stammend, koordiniert die freiwilligen Helfer. Auf Adobes MAX-Konferenz hat sich auch das Produktmanagement des Flex SDK klar zur Unterstützung von Flex Spoon bekannt und die Bereitstellung von Ressourcen für das Projekt angekündigt. (ck)