Oracle mit BI-Appliance für große Datenvolumina

Oracle hat auf seiner Hausmesse einen Spezialrechner für das Auswerten großer Datenmengen vorgeführt. Er setzt darauf, die Daten direkt im Hauptspeicher zu halten. Bei Bedarf sollen sich mehrere Systeme in einem Cluster bündeln lassen.

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Von
  • Jürgen Diercks

Auf der derzeit stattfindenden Hausmesse Oracle Open World in San Francisco hat Larry Ellison ein neues Computersystem namens Exalytics Machine vorgestellt, das sehr große Datenmengen im Arbeitsspeicher verarbeiten und analysieren können soll. Damit bedient der Datenbankanbieter den grassierenden „Big-Data“-Hype. Riesige Datenvolumina fallen beispielsweise in der Telekommunikation an, füllen dann Data Warehouses und lassen sich aufgrund ihrer schieren Menge nur schwer auswerten. Oracles spezialisierte Rechenmaschine steht in direkter Konkurrenz zu SAPs Hana-Technik, die sich ebenfalls auf die Analyse extrem großer Informationsmengen in Echtzeit konzentriert.

Die Exalytics Machine enthält vier Prozessoren mit je zehn Kernen (4 x 10 Core Intel Xeon CPUs) und ein Terabyte dynamisches RAM (DRAM). Mehrere Appliances lassen sich laut Oracle im Cluster zusammenschalten. Über Kompressionstechniken soll der Rechner zehn Terabyte Daten im Arbeitsspeicher halten können. Der dazugehörige Softwarestack besteht aus einer für Parallelverarbeitung ausgelegten Variante der TimesTen-In-Memory-Datenbank, einem Set von Business-Intelligence-Werkzeugen (Oracle Business Foundation) sowie dem Essbase OLAP-Server (Online Analytical Processing) für das Bearbeiten multidimensionaler Informationen. (jd)