Erfolgreiches Geschäftsjahr für Carl Zeiss
Deutliche Umsatzsteigerungen verzeichnete das aus einer Stiftung in eine Aktiengesellschaft umgewandelte Unternehmen in den Bereichen Halbleitertechnik und optisch-elektronische Systeme.
Der aus einer Stiftung in eine Aktiengesellschaft umgewandelte Optik- und Elektronikkonzern Carl Zeiss hat seine Ergebnisse verbessert und blickt optimistisch auf 2005. "Wir haben unsere Strategie noch konsequenter auf Wachstum ausgerichtet", sagte Vorstandschef Dieter Kurz am Mittwoch in Frankfurt.
Der Zeiss-Umsatz erhöhte sich im vergangenen Geschäftsjahr (30. September) um fünf Prozent auf rund 2,1 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss stieg von 16 Millionen auf 77 Millionen Euro. Im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres wurde ein Umsatzplus von neun Prozent verbucht. Zu den Ergebnissen trugen auch das Thüringer Traditionsunternehmen Zeiss Jena und die börsennotierte Meditec AG (Jena) bei. Die Thüringer Töchter des Konzerns mit Hauptsitz in Oberkochen beschäftigen zusammen rund 2000 Mitarbeiter. Ausgebaut werden soll das Geschäft mit Mikroskopen, für das Jena zuständig ist. Angepeilt wird in dieser Sparte in den kommenden fünf Jahren eine Umsatzverdopplung auf eine halbe Milliarde Euro.
Kurz sieht das Unternehmen insgesamt gut positioniert: "Wir sind jetzt dank der Rechtsform der Aktiengesellschaft noch flexibler bei Partnerschaften und Transaktionen." Die verbesserte Ertragskraft führte zu einer höheren Liquidität von 525 Millionen auf 672 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote gab Zeiss mit 20 Prozent an. Deutliche Umsatzsteigerungen verzeichnete das Unternehmen in den Bereichen Halbleitertechnik (plus 25 Prozent) und optisch-elektronische Systeme (plus 17 Prozent). Einschnitte bei der Kostenübernahme für Brillengläser im Rahmen der Gesundheitsreform hätten zu einem Marktrückgang von 25 Prozent geführt. Zeiss beschäftigt weltweit 13.667 Mitarbeiter, 484 weniger als ein Jahr zuvor. (dpa) / (jk)