Großer OEM-Deal für Open-Xchange

Openwave wird OEM-Partner von Open-Xchange und erschließt dem deutschen Softwarehersteller potenziell bis zu 150 Millionen neue Anwender.

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Der deutsche Hersteller von Kommunikationssoftware Open-Xchange hat seinen ersten großen OEM-Partner gefunden: Die an der Nasdaq notierte kalifornische Openwave Systems wird die Benutzeroberfläche von Open-Xchange (OX) in ihr AJAX-basiertes Produkt Rich Mail integrieren und unter diesem Label an ihre Kunden weiterverkaufen.

Openwave listet auf seiner Webseite viele – auch international operierende – Telekommunikations- und Kabelanbieter auf, darunter Bell Canada, Charter, Comcast, Deutsche Telekom, KDDI, Orange, Softbank Mobile, Sprint, Taiwan Mobile, TDC, Telecom Italia, Telefónica Moviles, Telstra, Telus, T-Mobile, Time Warner Cable, UPC, Verizon Wireless, Virgin Mobile, Vodacom und Vodafone. Laut Hersteller haben sich bereits vier große Kunden für die Software auf OX-Basis entschieden – welche das sind, behält man am Hauptsitz in Redwood City aber vornehm für sich. Weltweit nutzen derzeit rund 150 Millionen Anwender Kommunikationssoftware von Openwave.

Als Teil von Openwaves Messaging-Produktfamilie ist Rich Mail natürlich vorbereitet, auch die hauseigene Serverkomponente "Email Mx" zu verwenden. Da Rich Mail intensiv AJAX nutzt, können Service-Provider das Paket einfach erweitern und an die jeweiligen Gegebenheiten anpassen. Damit können sie den Endanwendern ihre gesamten Kommunikationsdienste (und auch die anderer Service Providern) über eine einheitliche Benutzeroberfläche anbieten.

Im Hintergund von Openwaves Kommunikations-Frontend Rich Mail werkelt künftig Software von Open-Xchange.

Mit Rich Mail liefern die Kalifornier den Anwendern ihrer Kunden eine zentrale Applikation für die gesamte digitale Kommunikation von E-Mail und Messaging, über das Integrieren sozialer Netze bis hin zum Anbinden mobiler Geräte. John Giere, Senior Vice President für Produkte und Marketing bei Openwave, lobt die Zusammenarbeit mit Open-Xchange als echte Erweiterung für das Rich-Mail-Angebot. Die Anwender bekämen eine zentrale Benutzeroberfläche, über die sie miteinander kommunizieren, sich vernetzen und organisieren sowie digitale Inhalte austauschen könnten.

Für Open-Xchange eröffnet die Vereinbarung die Möglichkeit, erstmals in größerem Stil auch indirekt viele Anwender erreichen zu können. Wer sich ein genaueres Bild von OX verschaffen möchte, kann dies gegebenenfalls am 4. November in Köln tun, wenn Open-Xchange Hoster, ISPs, Telekommunikationsanbieter und Systemintegratoren zum diesjährigen Partner-Summit einlädt.

(avr)