T-Systems stattet Kinos für digitalen Filmbetrieb aus
T-Systems baut im größten europäischen Filmtheater, der UCI Kinowelt Millennium City in Wien, Lösungen für das Vorführen von digitalen Filmen auf; ein Kino in Nürnberg wird ebenfalls umgerüstet.
Die Telekom-Dienstleistungstochter T-Systems baut im größten europäischen Filmtheater, der UCI Kinowelt Millennium City in Wien, Lösungen für das Vorführen von digitalen Filmen auf. Das Projekt präsentiert die vollständig integrierte Wertschöpfungskette: vom durchgehend digitalen Verleihprozess für die großen Kinofilme über deren Management im Multiplex-Kino bis zur digitalen Vorführung. Dabei sind auch Trailer, Werbespots sowie weitere alternative Inhalte integrierbar.
Die Leistungen von Media&Broadcast, dem Mediendienstleister von T-Systems, umfassen das Anbinden des Filmpalasts "Millennium City" von UCI in Wien via Satellit nach Usingen sowie die gesamte Ausspiel- und Verteiltechnik einschließlich Systemmanagement für drei Kinosäle. Für die Wiedergabe sollen Projektoren zum Einsatz kommen, die eine 2K-Auflösung (2048 × 1080 Bildpunkte) bieten.
Laut T-Systems wird damit erstmals eine Lösung kommerziell verfügbar, die zuverlässig den Transport physischer Speichermedien und die damit verbundenen Risiken und Kosten vermeide und zugleich die betrieblichen Abläufe in einem Multiplex-Kino unterstütze und optimiere. Zeitgleich rüsten T-Systems und Kinoton auch zwei Säle des Admiral Filmpalast in Nürnberg mit identischer Technik aus.
Für Digital Cinema hat T-Systems sein Angebot nach eigenen Angaben gemäß der internationalen Spezifikation der Digital Cinema Initiatives (DCI) aufgestellt. Zentraler Bestandteil ist dabei die "Digital Cinema Factory", eine Hard- und Softwarelösung, die den gesamten Ablauf für das Verteilen von Kinofilmen abbildet. Dabei erfolgt das Ausspielen der verschlüsselten Filme via Satellit oder andere breitbandige Datenwege zu den Server-Systemen in den Kinos, wo die Filme über speziell erstellte und mit dem Signal mitgelieferte Codes für die Vorführung entschlüsselt werden. Bis spätestens Ende dieses Jahres soll der Server nach Angaben von Jo Brüggen, Leiter Systemlösungen für die Kino- und Filmwirtschaft bei T-Systems, auf das neue Format JPEG2000 umgestellt werden. Bislang wird MPEG-2 als Codec eingesetzt. (nij)