Oki übernimmt LCD-Treiber-Geschäft von TI
Oki Electric Industry übernimmt den Geschäftsbereich Treiber-ICs für große LC-Displays von TI Japan.
Oki Electric Industry übernimmt den Geschäftsbereich Treiber-ICs für große LC-Displays von Texas Instruments. Ende März soll der Wechsel der Halbleitersparte von TI Japan mitsamt aller etwa 50 Angestellten sowie der bestehenden Kunden abgeschlossen werden. Über die finanzielle Seite des Transfers äußerten sich die Unternehmen nicht. TIs Produktionsstätten für Treiber- und Controller-ICs für Plasma- und Handy-Displays sind von dem Abkommen nicht berührt.
Treiber-ICs werden in jedem LC-Panel in Notebooks, Monitoren oder Flachbildfernsehern zur Ansteuerung der Pixeltransistoren benötigt. Oki stieg erst im Jahr 2002 in das Geschäft mit LCD-Treiberchips ein. In diesem Jahr nahm das japanische Unternehmen die Massenproduktion von 10-Bit-Treibern für große Flachdisplays auf, mit denen Displays theoretisch eine Milliarden Farben darstellen können. Üblich sind bislang 8-Bit-Treiber für 16,7 Millionen Farben, in Notebooks kommen häufig nur 6 Bit breite Treiberstufen (262 Tausend Farben) zum Einsatz.
Oki und TI Japan halten jeweils acht Prozent des Weltmarktes bei Treiber-ICs für große LCDs (oberhalb 10,4 Zoll). Bei den Displays ab 22 Zoll sind nach Aussagen des Herstellers sogar ein Viertel aller Panels mit Treibern von Oki ausgestattet. Durch die Übernahme der TI-Sparte will das Unternehmen seine Position weiter ausbauen. (uk)