Gigabit-LAN auf dem Vormarsch
Im letzten Quartal 2004 haben Unternehmen fĂĽr Ihre modularen Switches erstmals mehr Gigabit- als Fast-Ethernet-Ports gekauft.
Im letzten Quartal 2004 haben Unternehmen für Ihre modularen Switches erstmals mehr Gigabit- als Fast-Ethernet-Ports gekauft. Laut Marktforschungsinstitut Dell'Oro gingen weltweit 3,4 Millionen der schnellen Netzwerk-Ports zu einem Stückpreis von rund 280 US-Dollar über den Ladentisch. Von den 100-MBit-Vorgängern, die ungefähr die Hälfte kosten, wurden immerhin noch 3,1 Millionen verkauft.
Diese Zahlen gelten laut eines Dell'Oro-Sprechers nur für die in großen Unternehmen üblichen modularen Switches. Sie bestehen aus einem Gehäuse mit Netzteil und Backplane, in das dann je nach Bedarf Switch-Module mit verschiedenen Geschwindigkeiten eingesteckt werden. Ihr Einsatzbereich liegt primär beim Anschluss von Arbeitsplatz-PCs. Allerdings seien die schnellen Ports eher eine Investition in die Zukunft als für derzeitige Desktop-Applikationen erforderlich. Daher spielt Gigabit-LAN bei den billigeren nicht modularen Switches noch eine untergeordnete Rolle.
Auch die nächste Netzwerkgeneration (10 GBit/s) verzeichnet schon einen deutlichen Absatzzuwachs: Im letzten Quartal wuchs die Anzahl der verkauften Ports um 70 Prozent, der Umsatz, den Firmen wie Cisco und Nortel mit 10-GBit-Switches machten, lag bei 384 Millionen US-Dollar. Den Löwenanteil des gesamten Switch-Marktes hält Cisco mit 71,5 Prozent, dahinter kommt Nortel mit 5 Prozent. (bbe)