IBM wird virtueller
Die Virtualization Engine TS7510 und das geplante Update des SAN Volume Controller sind Teil einer verstärkten Virtualiserungskampagne von Big Blue.
IBM stellt mit der Virtualization Engine TS7510 das erste Modell der neuen TS7000er-Reihe vor. Die Tape-Virtualisierung für Backups gaukelt dem Benutzer bis zu 64 Tape-Bibliotheken, 1024 virtuelle Bandlaufwerke oder 8192 einzelne Tape-Cartdriges vor. Intern setzt sie diese auf einen Plattencache von bis zu 46 Terabytes um und erlaubt maximal 32 gleichzeitige Backup-Prozesse. Durch die Virtualisierung lassen sich Verzögerungen beim Wechsel der Tapes oder Bandausfälle überbrücken und Backups über Tape-Schnittstellen mit der Zugriffsgeschwindigkeit von Festplatten kombinieren. Per Fiberchannel oder Storage Area Network angeschlossene echte Tape-Subsysteme sorgen dann für ein vollständiges Backupsystem zur Archivierung.
Das System arbeitet mit IBM-Servern der x-, RS/6000 respektive pSeries, zSeries sowie einigen nicht von IBM stammenden Systemen zusammen und unterstützt an Server-Betriebsystemen außer Windows noch Unix in den Varianten AIX, Solaris und HP-UX sowie die Enterprise-Linux-Distributionen von Red Hat und Suse. Nach Angaben von eWeek kostet das TS7510 in einer kleinen Version mit 5 Terabyte Festplattencache 175.000 US-Dollar, die große Variante mit zwei Failover-Servern und 46 TB Diskcache schlägt mit 695.000 US-Dollar zu Buche.
Im Rahmen der Virtualisierungs-Offensive stellte IBM noch den so genannten Integrated Virtualization Manager (IVM) vor, mit dem sich auf den Servern der p5-Reihe mit nur drei Mausklicks ein komplettes AIX 5L oder Linux auf einer virtuellen MicroPartition installieren lässt. Weiter plant Big Blue, mit dem SAN Volume Controller (SVC) in der Version 3.1 viermal mehr Server zu unterstützen -- die Virtualisierungssoftware soll so besser mit den gestiegenen Speicheranforderungen in Unternehmen skalieren. (mhe)