Bericht: Google will E-Books verkaufen

Zusammen mit Verlagen plant der Suchmaschinendienstleister eine Verkaufsplattform fĂĽr E-Books, berichtet die "Sunday Times".

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Der US-amerikanische Suchmaschinendienstleister Google arbeitet zusammen mit Verlagen an einer Verkaufsplattform für E-Books. Die Sunday Times zitiert Jens Redmer, Direktor von Google Book Search in Europa, laut dem eine Plattform geplant sei, über die Kunden online Zugriff auf Bücher haben sollen, die auf einem PDA oder Computer-Display lesbar sein sollen. Dabei soll es möglich sein, auch nur einzelne Kapitel zu erwerben oder ein Buch wie zum Beispiel einen Reiseführer lediglich auszuleihen.

Die Plattform sei als eine Erweiterung des Dienstes Book Search geplant, heißt es weiter. An diesem Projekt beteiligten sich Verlage wie Penguin, HarperCollins, Oxford University Press und Simon & Schuster. Ein Zeitrahmen für die E-Book-Pläne gebe es derzeit noch nicht. Amazon hatte im November 2005 eigene Pläne bekannt gegeben, Bücher seiten- oder kapitelweise verkaufen zu wollen. Seitdem gab es aus dem Hause des Online-Einzelhändlers für dieses Projekt keine weiteren Mitteilungen.

Für sein Projekt Google Books Library Project hat Google mit der Universität von Texas in Austin einen weiteren Kooperationspartner gefunden. Diese Woche wurde außerdem bekannt, dass Google im US-Bundesstaat North Carolina eine neue Serverfarm errichten will. Dafür wolle das Unternehmen 600 Millionen US-Dollar investieren, heißt es in US-Medienberichten. Auch Konkurrent Microsoft wird in dieser Hinsicht aktiv und plant für 550 Millionen US-Dollar ein Datenzentrum im texanischen San Antonio. (anw)