Studie: Datensicherheit wichtigste IT-Frage für Unternehmen

38 Prozent der von Cap Gemini befragten IT-Verantwortlichen gaben an, in diesem Jahr mit mehr Geld für IT-Investitionen rechnen zu können; ein Drittel müsse mit gleich viel auskommen, 18 Prozent würden die Budgets gekürzt.

vorlesen Druckansicht 49 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • Peter-Michael Ziegler

Die Sicherheit ihrer Computerdaten ist für große Firmen in Deutschland laut einer Umfrage der Unternehmensberatung Capgemini die wichtigste Frage der Informationstechnik. Von 152 IT-Verantwortlichen (CIOs) aus Firmen mit mehr als 250 Millionen Euro Umsatz, die an der Studie IT-Trends 2005 teilnahmen, nannten 83 Prozent dies als vorrangiges Thema. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Enterprise Resource Planning (72 Prozent) und IT-Infrastruktur (66 Prozent).

Zu ihren IT-Budgets befragt, gaben 38 Prozent der Technischen Leiter an, in diesem Jahr mit mehr Geld für IT-Investitionen rechnen zu können; ein Drittel müsse mit gleich viel auskommen, 18 Prozent würden die Budgets gekürzt. Zu den Gewinnern im abteilungsinternen Verteilungskampf um die Geldtöpfe gehöre dabei der Sicherheitsbereich, stellt Capgemini fest: Mehr als die Hälfte aller IT-Verantwortlichen wolle in den kommenden Jahren für Security größere Budgets zur Verfügung stellen. Nur drei Prozent planten hingegen bei der IT-Sicherheit Budgeteinschnitte.

Bei ihren IT-Projekten hätten die Unternehmen im vergangenen Jahr allerdings selten Kosten und Zeitvorgaben eingehalten, ermittelte die Unternehmensberatung: Lediglich ein Prozent der Projekte insgesamt und 15 Prozent der geschäftskritischen IT-Projekte hätten in der Zeit gelegen. Ähnlich -- wenn auch etwas besser -- sehe es bei den Budgets aus: Bei den allermeisten der befragten Unternehmen würden Zeit und Budget bei bis zu 30 Prozent aller Projekte überschritten. Fast ein Viertel der Unternehmen habe sogar berichtet, dass zwischen 30 und 60 Prozent aller Projekte nicht im gesetzten Zeitrahmen durchgeführt werden.

Im Kommen sind laut Capgemini serviceorientierte Architekturen (SOA): Jedes fünfte Unternehmen setze bereits SOAs wie SAP Netweaver, IBM Websphere oder Microsoft .NET ein oder plane ihre Nutzung. Darunter seien vor allem große Organisationen mit einem Umsatz von mehr als fünf Milliarden Euro. 14 Prozent der Befragten gaben an, innerhalb der nächsten zwei Jahre eine SOA aufzusetzen, für 30 Prozent der Studienteilnehmer ist SOA derzeit allerdings kein Thema. (pmz)