Vodafone-Investoren fordern Strategiewechsel
Rebellische Aktionäre wollen mehr von den Vodafone-Papieren profitieren und den Aktienkurs weiter nach oben treiben.
Investoren wollen den Mobilfunkkonzern Vodafone zwingen, neue Schulden zu machen und das Geld an die Aktionäre weiterzugeben sowie seine Beteiligung am US-Mobilfunker Verizon Wireless neu zu ordnen. Der Minderheitsinvestor Efficient Capital Structures (ECS) hat den Konzern aufgefordert, auf der Hauptversammlung am 24. Juli entsprechende Vorschläge zu präsentieren. ECS verweist auf die dafür erforderliche Unterstützung von mindestens 100 Anteilseignern. Um einen Beschlussentwurf für die Hauptversammlung einzubringen, benötigt man Rückendeckung von mindestens 5 Prozent des Kapitals oder 100 Aktionären.
Vodafone hat ein entsprechendes Schreiben der rebellischen Investoren um John Mayo und Glenn Cooper bestätigt und will erst nach Prüfung eine Stellungnahme abgeben. Die Investoren kritisieren, dass der derzeitige Aktienkurs nicht den wahren Wert des Unternehmens widerspiegele und die Aktie sich schlecht entwickelt habe. So sei der Aktienkurs noch nahezu der gleiche wie vor fünf Jahren, der entsprechende Index sei seither aber um 28 Prozent gestiegen.
Nach der Vorstellung der Investoren solle die 45-prozentige Beteiligung an Verizon Wireless als Holding an die Börse gebracht werden, damit die Vodafone-Aktionäre an der guten Entwicklung des US-Mobilfunkers direkt partizipieren könnten. Darüber hinaus soll Vodafone neue Schulden machen und die Mittel über Schuldverschreibungen an die Anteilseigner ausschütten. (vbr)