Alcatel-Lucent senkt Ergebnisprognose

"Wir bringen unsere Kosten herunter und steigern unsere Profitabilität. Noch haben wir aber kein Niveau erreicht, mit dem wir zufrieden sein können", sagte CEO Ben Verwaayen zur Vorlage der jüngsten Quartalszahlen.

vorlesen Druckansicht 3 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.

Der Netzwerkausrüster Alcatel-Lucent hat seine Ergebnisprognose wegen der eingetrübten Konjunkturaussichten in Europa gesenkt. Statt einer bereinigten operativen Gewinnmarge von 5 Prozent stellte das Unternehmen lediglich 4 Prozent in Aussicht (PDF-Datei). Im dritten Quartal verzeichnete Alcatel-Lucent wegen negativer Währungseffekte einen Umsatzrückgang um knapp 7 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis verbesserte sich dank der Sparbemühungen von minus 11 Millionen Euro vor einem Jahr auf plus 107 Millionen Euro. Unterm Strich legte der Gewinn von 25 Millionen auf 194 Millionen Euro zu. Hier flossen allerdings einmalige steuerlich bedingte Einnahmen ein.

"Wir sind im Plan mit unserer Transformation von Telefonie zu Video", sagte Unternehmenschef Ben Verwaayen. Er sieht sein Unternehmen mit starker Stellung in Nord- und Lateinamerika, mit einem wachsenden Brückenkopf in China und dem restlichen Asien. "Wir bringen unsere Kosten herunter und steigern unsere Profitabilität. Noch haben wir aber kein Niveau erreicht, mit dem wir zufrieden sein können."

Wegen der wirtschaftlichen Unwägbarkeiten will Verwaayen noch radikalere Schritte unternehmen, um die Transformation voranzutreiben, besonders in Europa. "Damit wollen wir unsere Fixkosten 2012 um 200 Millionen Euro herunterfahren, und 300 Millionen Euro an variablen Kosten einsparen." Die Börse reagiert mit einem deutlichen Kursabschlag auf das Alcatel-Lucent-Papier. Analysten sahen laut Wall Street Journal nicht nur ein "schwaches Quartal", sondern eher strukturelle Probleme. (mit Material von dpa) / (anw)