US-Fiskus verlangt 1 Milliarde US-Dollar von Symantec
Die Tochterfirma Veritas soll durch falsche Kostenverrechnung mit einer irischen Filiale in den USA zu wenig Steuern abgeführt haben, berichtet das "Wall Street Journal".
Der US-amerikanische Softwarehersteller Symantec sieht sich mit hohen Geldforderungen der US-Steuerbehörde Internal Revenue Service (IRS) konfrontriert. Das geht laut Wall Street Journal aus einer Eingabe des Unternehmens beim US Tax Court hervor. Die Steuerbehörde stellt Symantec Steuerschulden der übernommenen Firma Veritas Software in Höhe von 757 Millionen US-Dollar sowie eine Strafe von 303 Millionen US-Dollar in Rechnung. Symantec hatte Veritas vor einem Jahr geschluckt.
Der IRS meint, für die Jahre 2000 und 2001 Fehler bei der Gebührenfestlegung und Kostenverteilung zwischen Veritas und einer irischen Niederlassung festgestellt zu haben. Unter anderem seien die von der irischen Filiale an Veritas gezahlten Lizenzgebühren zu niedrig gewesen und dadurch der für die USA steuerrelevante Umsatz zu gering ausgefallen. Symantec weist die Vorwürfe laut dem Bericht zurück. Irland ist für US-amerikanische IT-Unternehmen, die in Europa eine Niederlassung betreiben wollen, wegen seiner günstigen Steuersätze als Standort interessant, schreibt das Wall Street Journal. (anw)