Open-Xchange 7 integriert soziale Netze

In Version 7 der Groupware Open-Xchange soll ein grĂĽndlich ĂĽberarbeiteter Client das Arbeiten erleichtern. Der Server zeigt auf Wunsch Informationen von Kontakten aus sozialen Netzen an.

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Wie angekündigt gab Open-Xchange auf dem dritten Open-Xchange Summit, in Köln einen ersten Ausblick auf die nächste Generation (OX7) der Groupware. Die Weiterentwicklung mündet in eine komplett überarbeitete Benutzeroberfläche des Web-Clients, die auf den bisherigen Ballast verzichtet. Sie orientiere sich nicht mehr am Stil von Desktop-Anwendungen, sondern an dem von Zeitungen und passe sich dynamisch dem jeweiligen Endgerät an.

Der bislang an Desktop-Anwendungen orientierte OX-Client (links) wird sich in Version 7 deutlich nüchterner präsentieren.

(Bild: open-xchange.com)

Das Backend fĂĽr OX 7 bekommt eine Indexing-Engine auf Basis von Apaches Solr, um die Suche zu beschleunigen. AuĂźerdem nutzt die kommende Version erstmals intern dieselben Interfaces, die den Partnerfirmen fĂĽr Erweiterungen zur VerfĂĽgung stehen.

Die Live-Demo des Prototyps zeigte, wie OX 7 in die Rolle einer universellen Mail-Lösung schlüpfen soll. Dazu gehört unter anderem Zusammenarbeit mit sozialen Netzen. Ist beispielsweise der Absender einer Mail dem Programm noch nicht bekannt, zeigt es auf Wunsch Informationen über ihn aus sozialen Netzen an. Per Oauth-Protokoll fragt es zuvor den OX-Nutzer um Erlaubnis dafür, sodass es ohne Kenntnis des Passworts sicher auf die Inhalte des Netzes zugreifen kann. Angezeigt werden anschließend die Daten aus dem öffentlichen Profil des Mail-Versenders.

Mit LinkedIN pflegt Open-Xchange besonders enge Kontakte, sodass es öffentliche Profile daraus auch anzeigen kann, ohne dass ein OX-Anwender dort registriert sein muss. Dagegen blockte Facebook einen ersten Versuch, die Kontaktdaten daraus mit OX zu synchronisieren, im Juli unter Verweis auf die AGB ab. Open-Xchange-Boss Rafael Laguna ist aber überzeugt, künftig auch mit Facebook und später Google+ eine vergleichbare tiefe Integration anbieten zu können, die ausschließlich auf öffentlichen APIs der Betreiber basiert.

OX 7 soll in der zweiten Hälfte 2012 als Produktivversion erscheinen. Bereits Anfang kommenden Jahres will der Hersteller neue Smartphone-Clients veröffentlichen. Neben einem Web-Client entwickelt die zu Open-Xchange gehörende Berliner Softwareschmiede Sourcegarden Software für iPhone & Co, die native Funktionen auf den mobilen Geräten in OX einbindet. (ck)