BKA bei Suche nach El-Kaida-Portal eingeschaltet

Das BKA werde die auf einem Internet-Server entdeckten islamistischen Inhalte auswerten, sagte ein Polizeisprecher. Bei einer ersten Sichtung seien aber keine strafbaren Inhalte entdeckt worden.

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  • dpa

Bei der Suche nach einem Internet-Portal mit Material des islamistischen Terrornetzwerks El Kaida ist auch das Bundeskriminalamt (BKA) eingeschaltet. Das BKA werde die entdeckten islamistischen Inhalte auswerten, sagte ein Düsseldorfer Polizeisprecher am Mittwoch. Bei einer ersten Sichtung seien aber keine strafbaren Inhalte entdeckt worden. Nach jetzigem Stand der Ermittlungen befinde sich der Internet-Server zwar in Deutschland, aber nicht wie zunächst angenommen in Nordrhein-Westfalen.

Eine Hamburger Software-Firma will beim Einsatz eines türkischsprachigen Internet-Filters auf das Portal gestoßen sein. Das Unternehmen hatte den Server allerdings in Düsseldorf vermutet. Auf dem Rechner sollen nach Angaben der Firma Anleitungen der El-Kaida- Führungsspitze in türkischer Sprache gespeichert sein. Darunter befänden sich auch Aufrufe der Terroristenführer Osama bin Laden und Abu Mussab al-Sarkawi sowie von tschetschenischen Splittergruppen. Außerdem seien Schulungsfilme zur Herstellung von Bomben für Selbstmord-Attentäter entdeckt worden.

Das Unternehmen hatte am Dienstag den Hamburger Verfassungsschutz eingeschaltet. "Wir haben das Material grob gesichtet, es waren islamistische Inhalte erkennbar", sagte der stellvertretende Behördenleiter Manfred Murck auf Anfrage. Daraufhin habe der Verfassungsschutz die Behörden in Nordrhein-Westfalen und auch Bundesbehörden informiert. (dpa) / (jk)