Cebit

IBM will "Millipede"-Prototypen auf der CeBIT zeigen

Ein vom Nobelpreisträger Gerd Binnig miterdachtes neuartiges Speicherkonzept macht Fortschritte -- aber eine Entscheidung über einen Marktstart gibt es noch nicht.

vorlesen Druckansicht 100 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Sascha Mattke

Das bereits vor einigen Jahren vorgestellte nanomechanische Speicherkonzept Millipede von IBM nähert sich der Marktreife. Seit vergangenem November gibt es den ersten Prototypen, auf dem alle nötigen Systemkomponenten integriert sind. Auf der diesjährigen CeBIT will IBM ihn erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorführen. Das berichtet Technology Review in seiner neuen Ausgabe.

Das Konzept für Millipede stammt vom Nobelpreisträger Gerd Binnig und seinem Kollegen Peter Vettiger. Dabei werden Bits mit Hilfe winziger erhitzter Spitzen als Krater in ein Polymer-Medium geschrieben. Bisher wurden damit Datendichten von bis zu 641 Gigabit pro Quadratzoll erreicht. IBM sieht das erst als Startpunkt der weiteren Entwicklung: "Die Speicherdichte ist nur durch die molekularen Dimensionen des Speichermediums begrenzt", sagt Johannes Windeln, einer der beiden Projektleiter.

Ob und und in welcher Form Millipede aber tatsächlich auf den Markt kommt, hängt von Verhandlungen mit Partnern und Kunden ab, die derzeit geführt werden. Je nach deren Präferenzen kann etwa der Energieverbrauch oder die Bandbreite optimiert werden.

Siehe dazu in der neuen Ausgabe von Technology Review:

Die aktuelle Ausgabe Technology Review 3/05 liegt ab dem 24. Februar am Kiosk. Sie lässt sich auch online bestellen. (sma)