Anklage im Fall "Operation Remaster" erhoben
Drei Personen, die für den bislang größten aufgedeckten Fall von Raubkopie-Produktion und -Handel in der Geschichte der USA verantwortlich sein sollen, drohen nun Haftstrafen von bis zu fünf Jahren.
Ein Gericht im US-Bundesstaat Kalifornien hat Anklage gegen drei Personen erhoben, die für den bislang größten aufgedeckten Fall von Raubkopie-Produktion und -Handel in der Geschichte der Vereinigten Staaten verantwortlich sein sollen. Die Männer waren in der vergangenen Woche im Zuge der verdeckten "Operation Remaster" verhaftet worden, an der unter anderem das FBI, der Secret Service, die Sondereinsatzgruppe REACT (Rapid Enforcement Allied Computer Team Task Force) sowie die Sacramento Valley Hi-Tech Crimes Task Force beteiligt waren. Unterstützung habe man auch von der RIAA (US-Musikindustrie) und der MPAA (US-Filmindustrie) erhalten, teilte die zuständige Staatsanwaltschaft in San Jose mit.
Den Angeklagten wird vorgeworfen, insgesamt rund 325.000 CDs und DVDs mit illegal kopierten Musikalben, Software-Produkten und Filmtiteln hergestellt und landesweit verkauft zu haben. Dabei sollen sie nach Angaben der Staatsanwaltschaft äußerst professionell vorgegangen sein. Neben Geräten zur CD- und DVD-Großserienproduktion hätten sie beispielsweise auch Siebdruck-Maschinen zur Fertigung gefälschter Labels mit dem FBI-Hinweis "Unauthorized copying is punishable under federal law" eingesetzt. Den Delinquenten, die sich ab Ende Oktober vor Gericht verantworten müssen, drohen nun Gefängnisstrafen von bis zu fünf Jahren und Geldstrafen in Millionenhöhe. (pmz)