Portland-Projekt sucht mehr Einheit für den Linux-Desktop

Die Initiative der OSDL, durch Standards die Entwicklung von Desktop-Anwendungen unter Linux zu erleichtern, mündet jetzt in eine erste Beta der xdg-utils.

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Die FreeDesktop-Initiative gibt Entwicklern und unabhängigen Softwareherstellern (ISV) eine erste Testversion von Portland in die Hand. Das von den Open Source Development Labs (OSDL) ins Leben gerufene Projekt will es erleichtern, Desktop-Anwendungen für Linux zu entwickeln. Das Projekt arbeitet dazu unter anderem an einer Vereinheitlichung von Programmierschnittstellen für Standard-Funktionen wie Drucken, das Öffen von Dateien und URLs oder das Anlegen von Startmenü-Einträgen. Dabei soll es keine Rolle spielen, ob der Anwender nun GNOME, KDE oder einen leichtgewichtigeren Desktop-Umgebung wie XFCE oder Fluxbox einsetzt.

Portland stellt neben einem Technology Preview der so genannten Desktop-API (DAPI) – einer Kombination aus Daemon und Anwendungsbibliotheken – eine Reihe von Scripts für die Kommandozeile zur Verfügung. Über diese xdg-utils lassen sich zum Beispiel Dateien in dem bevorzugten Filemanager öffnen, Menü-Einträge und Icons anlegen oder entfernen, oder auch Informationen über Dateitypen abfragen. Die Tools sollen auf der Basis bestehender gängiger Linux-Distributionen funktionieren.

Das Portland-Projekt ergänzt die Bemühungen der Free Standards Group, die mit der Linux Standard Base (LSB), einen Linux-Standard schaftt, um damit eine möglichst große Kompatibilität zwischen den verschiedenen Distributionen zu gewährleisten. Die Portland-Tools sollen ihren Weg in das nächste Release der LSB-Spezifikation finden. (akl)