Kein Kontakt
Jetzt hat es Phil Larson vom Wissenschaftsdienst des Weißen Hauses offiziell verkündet: „Die US-Regierung hat keinen Beweis für Leben außerhalb unseres Planeten oder dafür, dass jemals ein Alien ein Mitglied der menschlichen Rasse kontaktiert oder angesprochen hat.
- Tanja Ellinghaus
Jetzt hat es Phil Larson vom Wissenschaftsdienst des Weißen Hauses offiziell verkündet: „Die US-Regierung hat keinen Beweis für Leben außerhalb unseres Planeten oder dafür, dass jemals ein Alien ein Mitglied der menschlichen Rasse kontaktiert oder angesprochen hat.“ Damit reagierte das Weiße Haus auf zwei Petitionen engagierter US-Bürger. Ein Teil wollte wissen, wie der Kenntnisstand der Regierung in Sachen Außerirdische ist, ein anderer Teil forderte die formelle Anerkennung extraterrestrischer Lebensformen, denn schließlich hätten bereits Hunderte Militär- und Regierungsangehörige bezeugt, dass es außerirdisches Leben gebe.
Das Extraterrestrische spielt in den USA eine enorm große Rolle: Laut Petition glauben 50 Prozent der Amerikaner an Außerirdische, und 80 Prozent sind davon überzeugt, dass die Regierung lügt, was das Thema Aliens angeht. Aber vermutlich vermag keine Erklärung des Weißen Hauses die Alien-Jünger umzustimmen. Und es wäre auch wirklich schade, wenn die Amerikaner ihre Begeisterung für alles Außerirdische aufgeben würden und damit ungeheures kreatives Potenzial verschenken. Was passiert dann mit der Filmindustrie und was mit der ganzen Alien-Forschung?
Erst kürzlich spendete die Schauspielerin Jodi Foster dem privaten SETI-Institut (Search for Extraterrestrial Intelligence) in Kalifornien Geld, um den Weiterbetrieb des Radioteleskops zu gewährleisten, mit dem das Institut das Weltall seit 50 Jahren nach künstlich erzeugten Geräuschen abhört – ganz wie im Film „Contact“, in dem Foster die Hauptrolle spielte. Und mit der Sehnsucht nach fernen Welten und unbekannten Zivilisationen verdienen letztendlich auch die NASA-Forscher ihr Geld. Für den Fall der Fälle haben die Wissenschaftler ihre zwei Voyager-Sonden, die mittlerweile am Rande unseres Sonnensystems angelangt, mit Nachrichten für die potenzielle Begegnung mit Außerirdischen ausgestattet. Man kann schließlich nie wissen.
Also bitte die Suche nicht aufgeben. Aliens sind ein Wirtschaftsfaktor – ein krisensicheres Geschäft und Inspirationsquelle für unendlich viele neue Geschichten. Die Nächste kommt bestimmt.
(wst)