Huawei bringt seine Smartphone-Offensive nach Ă–sterreich
Der chinesische NetzausrĂĽster wagt den angekĂĽndigten Angriff auf die Marktanteile der Konkurrenz auch in Ă–sterreich. Mit Smartphones und einem Tablet tritt Huawei dort erstmals unter eigener Flagge an.
Huawei bringt erstmals Handys und Tablets unter eigenem Namen auf den österreichischen Markt. Der Vertrieb soll sowohl über Netzbetreiber als auch über den unabhängigen Elektronik- und Lebensmittel-Einzelhandel erfolgen und in den nächsten Wochen beginnen. Unter den neuen Modellen befindet sich das erste "Discovery" Outdoor-Handy D51, das gemeinsam mit dem gleichnamigen Medienkonzern vermarktet wird. Neu ist auch das höherwertige Android-Modell Honor (U8860). Zum Österreichstart gesellen sich noch das Huawei Vision (U8850) und das 7-Zoll-Tablet Huawei Media Pad mit einer Display-Auflösung von 1280 × 800 Punkten.
Das Huawei Honor wird von einer 1,4-GHz-Scorpion-CPU mit Snapdragon-S2-Chipsatz angetrieben. Zumindest der Chipsatz würde neben klassischem Mobilfunk (von GSM bis HSPA+) auch Multimedia Broadcast Multicast Services (MBMS) unterstützen. Das Handy hat eine 8-Megapixel-Kamera mit Flash und einen 1900 mAh-Akku. Betriebssystem ist Android 2.3. Das "Ultra Coole User-Interface" bringe dank "magischem Licht-Stil endlose Inspiration", heißt es in fernöstlicher Marketing-Prosa. Listenpreis sind 340 Euro.
Das Discovery D51 Mobiltelefon läuft unter dem in hiesigen Breiten wenig genutzten Qualcomm-Betriebssystem Brew. Clients für Facebook und Twitter sowie Opera Mini und Endomondo-Tracker sind installiert. Das Gerät ist staub- und spritzwasserfest nach IP57. Zudem hat es GPS, Kompass, G-Sensor, Taschenlampe und eine spezielle Notruffunktion. Das D51 soll für 130 Euro in die Läden kommen.
Huawei will bis 2015 zu den drei führenden Mobilfunkmarken gehören. In Deutschland konnte das Unternehmen vor allem mit dem 100-Euro-Smartphone Ideos X3 Aufmerksamkeit erregen. Auch in anderen europäischen Ländern ist Huawei eher im unteren Preissegment vertretern. In Zukunft sollen aber auch höherwertige Geräte auf den Markt kommen. (ll)