Spanien reißt Telefónica in die roten Zahlen
Insbesondere in der Heimat hatte der O2-Mutterkonzern mit schwierigen Verhältnissen zu kämpfen. In Spanien hat er wegen des harten Wettbewerbs 9 Prozent weniger erlöst als vor Jahresfrist.
Der spanische Telekommunikationskonzern Telefónica hat im dritten Quartal wegen des einbrechenden spanischen Geschäfts deutlichere Verluste als erwartet eingefahren. Der Verlust habe im dritten Quartal 429 Millionen Euro betragen, teilte der Konzern mit (PDF-Datei). Das Ergebnis war der erste Quartalsverlust seit neun Jahren.
Insbesondere in der Heimat hatte der O2-Mutterkonzern mit schwierigen Verhältnissen zu kämpfen. In Spanien hat er wegen des harten Wettbewerbs 9 Prozent weniger erlöst als vor Jahresfrist. Zudem belasteten Kosten zur Personalreduzierung die Bilanz.
Hingegen wuchs das Geschäft in Lateinamerika weiter kräftig, 18 Prozent Zuwachs konnte das Unternehmen dort verzeichnen. Mittlerweile erzielen die Spanier in Südamerika nahezu die Hälfte des operativen Ertrags. Insgesamt erlöste der Konzern mit 15,79 Milliarden Euro 3,7 Prozent mehr, operativ verdiente der Konzern 2,95 Milliarden Euro vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Die Prognosen für das Gesamtjahr beließ das Management unverändert. (anw)