Samsung zahlt Strafe wegen Preisabsprachen bei Halbleitern
Der sĂĽdkoreanische Elektronikkonzern stimmt in den USA einer Strafe von 300 Millionen US-Dollar zu.
Samsung hat der Zahlung einer Strafe in Höhe von 300 Millionen Dollar wegen illegaler Preisabsprachen zugestimmt, gab das US-Justizministerium bekannt. Der südkoreanischen Konzern, der gerade einen starken Rückgang bei den Gewinnen verkünden musste, habe sich schuldig bekannt, an Preisabsprachen für Halbleiterprodukte für Computer und andere elektronische Geräte mitgewirkt zu haben.
Bei Samsung fiel der Gewinn im Jahresvergleich um 30 Prozent: Das Unternehmen hatte Rückstellungen machen müssen, um die anfallenden Kosten im Zusammenhang mit den Ermittlungen der US-Regierung decken zu können. Die Strafe für Samsung, zu die der Konzern nun verdonnert wurde, ist die zweithöchste Strafe, die bislang in den USA wegen eines Wettbewerbsverstoßes gezahlt werden musste. Wegen der Absprachen hätten US-Verbraucher nach Regierungsangaben mehr zahlen müssen als notwendig. Die Computerhersteller Dell und Apple hätten beispielsweise ihre Preise wegen der Absprachen bei den Chipkonzernen anheben müssen. Samsung habe den Behörden volle Unterstützung beim Vorgehen gegen die anderen beteiligten Unternehmen zugesagt.
Der Konzern ist der größte Produzent von Flachbildschirmen vor dem niederländisch-koreanischen Wettbewerber LG.Philips LCD. In der Reihe der Handy-Hersteller nimmt Samsung hinter Nokia und Motorola den dritten Rang ein. (jk)