Angriff auf japanische Regierungsserver
Massive Attacken auf japanische Regierungsserver haben zwar keine dauerhaften Schäden bewirkt, aber die Verantwortlichen nachdenklich gemacht.
Am Dienstag und Mittwoch haben jeweils drei DDoS-Angriffe die öffentlichen Webseiten des Ministerpräsidenten und des Kabinetts lahm gelegt. Die Server wurden mit derart vielen Datenpaketen bombardiert, dass sie auf reguläre Anfragen nicht mehr reagieren konnten und somit auch niemanden mehr auf die Webseiten zugreifen ließen, erklärte der japanische Regierungssprecher Hiroyuki Hosoda.
Japan müsse seine Maßnahmen zur Abwehr von IT-Risiken nicht nur im Büro des Ministerpräsidenten, sondern auch in anderen Regierungsstellen nochmal genau überprüfen, meinte Hosada auf einer Pressekonferenz. Es sei aber kein signifikanter Schaden entstanden und die Computernetzwerke der Regierung seien mittlerweile wieder im Normalbetrieb. Die untersuchenden Beamten hätten den Ursprung des Angriffs noch nicht ausgemacht.
Im August sowie im Januar des vergangenen Jahres wurden einige japanische Ministerien Ziel von ähnlichen Angriffen, die vorübergehend die Webserver stilllegten und ebenfalls keine permanenten Schäden anrichteten. Diese Art eines Denial-of-Service Angriffes ist erstmals um 2001 herum verstärkt aufgetreten, als beispielsweise große Websites wie Yahoo oder Amazon lahmgelegt wurden. Anfang Februar war der Webserver des Heise-Verlags durch einen DDoS-Angriff ebenfalls über mehrere Stunden hinweg nicht zu erreichen. (eck)