Colt Telecom Deutschland steigert Umsatz um 14,6 Prozent

Der Carrier schließt das zweite Geschäftsjahr in Folge mit einem positiven Ergebnis vor Steuern und Zinsen ab.

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Von
  • Sven-Olaf Suhl

Die Colt Telecom GmbH hat 2004 den Umsatz gegenĂĽber 2003 um 14,6 Prozent auf 699,5 Millionen Euro gesteigert. Nach Firmenangaben steuerte die deutsche Tochter damit rund 40 Prozent zum Gruppenumsatz der Colt Telecom Group plc, London, bei. Colt hatte in Deutschland mit 16.847 Kunden zum Ende 2004 17,7 Prozent mehr als im Vorjahr, die Zahl der direkt an das Colt-Netz angeschlossenen Kunden stieg um 14,8 Prozent auf nun knapp 6000. Hingegen sank die Anzahl der Colt-Mitarbeiter in Deutschland von 1153 Ende 2003 auf 1034 am Jahresende 2004.

Die Frankfurter konnten im zweiten Jahr in Folge ein positives Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) erwirtschaften, erstmals können sie einen positiven operativen Free Cash Flow vorweisen. Diese Kennzahl beschreibt den Zugang an flüssigen Mitteln in einer Abrechnungsperiode. Das Umsatzwachstum führt Colt Deutschland auf das starke Wachstum der Verbindungsminuten im eigenen Netz zurück: Mit 13,65 Milliarden Minuten in 2004 wuchs dieser Wert um 27 Prozent, wozu das Geschäft mit Resellern (Wiederverkäufern) mit einem Wachstum von 40 Prozent beigetragen hat.

Das Geschäft mit der Vernetzung von Unternehmensstandorten auf der Basis von IP-VPN entwickelte sich nach Einschätzung von Colt "erfreulich", allerdings sei insgesamt der Umsatz-Mix "noch nicht optimal". Abhilfe soll eine verstärkte Branchenorientierung im Vertrieb schaffen, um den spezifischen Bedürfnissen einzelner Branchen besser Rechnung zu tragen. Zum Jahresende betreute Colt deutschlandweit rund 17.000 Firmen, etwa 18 Prozent mehr als im Vorjahr. "Wichtige Aufträge" seien in 2004 unter anderem von Daimler-Chrysler und der Deutschen Bahn gekommen.

Auch für 2005 erwartet das Unternehmen in Deutschland eine "anhaltend schwierige Markt- und Wettbewerbssituation": Der Preisverfall werde weiter anhalten und das regulatorische Umfeld schwierig bleiben, prognostizierte Wolfgang Essig, Chef von Colt in Deutschland und Mitglied im Konzernvorstand der Muttergesellschaft. Impulse erwartet Essig durch den Einstieg in die IP-Telefonie, die inzwischen auch für das Geschäftskundensegment Marktreife erlangt habe: "Bei der IP-Telefonie stellt sich nicht mehr die Frage nach dem 'Ob', sondern vielmehr nach dem 'Wie' und 'Wann'." (ssu)