Auszubildende bauen bei der Jobsuche auf das Internet
Recherchen im Internet sind bei der Suche nach Arbeit ein unverzichtbarer Baustein, dem vor allem Arbeitslose und Auszubildende vertrauen. Aber auch fĂĽr Senioren wird der Zugang zum Internet immer wichtiger.
Für die Suche nach einem Job wird das Internet eingehend genutzt, besonders hoch ist der Anteil unter den Auszubildenden: über die Hälfte (52 Prozent) gehen zur Stellensuche online. Dies ist eines der Ergebnisse, zu denen die Forschungsgruppe Wahlen Online in ihrer aktuellen Studie (PDF-Datei) zu den Internet-Strukturdaten in Deutschland im zweiten Quartal 2006 kommt. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung nutzen 30 Prozent das Internet bei der Arbeitssuche – genauso viele wie im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres.
Unterschiede zeigen sich aber im Hinblick auf die Ausgangssituation des Jobsuchenden. Während 25 Prozent derer, die sich in einem gesicherten Arbeitsverhältnis wähnen, online auf Jobsuche gehen, sind es bei denen, die unsicher über ihren aktuellen Job sind, schon 45 Prozent. Unter den Arbeitslosen liegt der Anteil erwartungsgemäß am höchsten bei 76 Prozent. Tendenziell gehen mehr Frauen (31 Prozent) als Männer (28 Prozent) im Internet auf Stellensuche, obwohl der Anteil der Frauen, die Zugang zum Internet haben, mit 60 Prozent (59 Prozent im zweiten Quartal 2005) noch immer deutlich unter dem der Männer (73 Prozent) liegt.
Insgesamt hatten zwei Drittel aller Deutschen ab 18 Jahren im 2. Quartal 2006 einen Zugang zum Internet. Im März waren es noch 65 Prozent. Deutlich verringert haben sich die Unterschiede in der Internetnutzung zwischen jung und alt. Insbesondere die zahlenmäßig große Bevölkerungsgruppe der Senioren ab 60 Jahre hat in den vergangenen vier Jahren aufgeholt: der Anteil der Internetnutzer verdoppelte sich hier auf 35 Prozent. Die Differenz zwischen Männern und Frauen ist in dieser Altersgruppe aber noch deutlicher als in der Gesamtbevölkerung. Während 44 Prozent der über 60-jährigen Männer einen Internetzugang haben, sind es bei den Frauen nur 28 Prozent. (map)