Teure Grafikkarten lohnen nur noch fĂĽr Spieler

Die Darstellung von Büroanwendungen schaffen eigentlich alle im Handel erhältlichen Grafikkarten. Die Probleme lauern woanders.

vorlesen Druckansicht 701 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • Laurenz Weiner
Die Darstellung von Büroanwendungen schaffen eigentlich alle im Handel erhältlichen Grafikkarten in passablem Tempo und hinreichend scharf bei heute gebräuchlichen Auflösungen. Wer auch damit spielen will, sollte allerdings noch auf weitere Daten achten. Bedeutend sind die Bit-Angaben, die die Breite des Speicherbusses beschreiben und zwischen 64 und 256 Bit betragen. Die Speichergröße schwankt in der Regel zwischen 64 und 256 Megabyte -- für beides gilt, je höher die Angabe, desto mehr leistet die Grafikkarte bei Computerspielen. Natürlich sollten auch die 3D-Chips leistungsfähig genug sein -- ob sie das sind, hat c't in der Ausgabe 22/05 bei 70 verschiedenen Grafikchips nachgemessen, die derzeit auf Grafikkarten im Handel sind.
Sind die Ansprüche bei Computerspielen nicht zu hoch, reicht eine Karte, die mit Grafikchips der Vorgängergenerationen bestückt ist. Derzeit sind noch Varianten im Handel, deren technisches Design ein bis zwei Jahre alt ist. Die liegen bei 150 bis 200 Euro; 300 oder gar 500 Euro teure Topmodelle lohnen hingegen nur für echte Spiele-Fans, denn bei anderen Anwendungen lässt sich der Qualitätsunterschied kaum feststellen. Überdies produzieren etliche der Hochleistungskarten eine ganze Menge Lüfterlärm. Wer daher nur einen Büro-PC ausstaffieren will, tut sich mit übertrieben viel Grafikleistung "als Investition in die Zukunft" nicht unbedingt einen Gefallen.
Wer allerdings Grafikkarten für unkomplizierte Einheitsware hält und sich ein beliebiges Päckchen aus dem Regal fischt, geht das Risiko ein, dass die Karte gar nicht in den PC-Steckplatz oder zum Anschluss des Monitors passt. Nur die 15-polige VGA-Buchse etwa erlaubt den Anschluss aller gängigen analogen Monitore, also gleichermaßen Röhrengeräte wie die meisten LCDs. Wenn sich das heimische Flachdisplay auch digital über die DVI-Schnittstelle ansteuern lässt, dann sollte die Grafikkarte ebenfalls eine solche mitbringen -- darüber gibt es stets das beste Bild. TV-Out ist der Videoanschluss für den Fernseher, ViVo steht für einen zusätzlichen Videoeingang, über den man Videos einspielen und digitalisieren kann. Die Hauptplatine im PC entscheidet mit dem Steckplatz für die Grafikkarte darüber, ob man eine Karte mit dem älteren AGP-Anschluss oder mit dem neueren PCI-Express-Anschluss kaufen muss. (law/c't)