Chipverkäufe legten im Mai über 9 Prozent zu
Vor allem der überdurchschnittlichen Nachfrage von Mobiltelefon- und Unterhaltungselektronikherstellern verdankt der Halbleitermarkt im Mai 2006 einen Umsatzanstieg von 9,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Nach Angaben der Semiconductor Industry Association (SIA) konnte die Halbleiterbranche im Mai dieses Jahres weltweit Chips im Wert von 19,75 Milliarden US-Dollar verkaufen. Das entspricht einem Plus von 9,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Das Wachstum wird nach Einschätzung von SIA-President George Scalise im Wesentlichen durch die hohe Nachfrage der Hersteller von Unterhaltungselektronik getrieben.
Während die Umsätze mit PC-Prozessoren im Vergleichszeitraum um zwei Prozent zurückgingen, wurden 14 Prozent mehr Digitale Signalprozessoren (DSP) und 22 Prozent mehr Analogbausteine verkauft. Den überdurchschnittlichen Zuwachs der beiden letzteren Chip-Typen schreiben die SIA-Analysten dem anhaltenden Boom bei Mobiltelefonen zu. Die CPU-Verkäufe leiden indes unter dem sich weiter verschärfenden Preiskampf, den sich vor allem Intel und AMD liefern. In der Folge seien laut SIA die durchschnittlichen Verkaufspreise für Notebooks erstmals unter 1000 US-Dollar gefallen.
Deutliche Unterschiede in der Marktentwicklung zeigen sich im Vergleich der Regionen. Während im asiatisch-pazifischen Raum (ohne Japan) mit einem Umsatzplus von 15 Prozent das größte Wachstum zu verzeichnen ist, bleiben die USA mit 9,6 Prozent knapp über dem Durchschnitt. Japan kommt im Vergleichszeitraum nur auf einen Umsatzzuwachs von 4,6 Prozent. Europa bildet mit 0,5 Prozent das Schlusslicht. (map)