Texas Instruments unter Druck
Nachdem der Halbleiterkonzern seine Prognosen für Umsatz und Gewinn etwas korrigierte, fiel der Kurs der TI-Aktie im nachbörslichen Handel in den USA.
Der Halbleiterhersteller Texas Instruments, weltgrößter Produzent von Handy-Chips, muss nach Umsatzminus und Gewinnrückgang im ersten Quartal des Geschäftsjahrs nun auch die Prognosen für das zweite Quartal etwas nach unten korrigieren. So soll der Umsatz zwischen 3,36 und 3,51 Milliarden US-Dollar liegen; zuvor hatte TI noch einen Umsatz von 3,32 bis 3,6 Milliarden US-Dollar prognostiziert. Für den Gewinn pro Aktie rechnet TI nun mit 40 bis 44 US-Cent; die Prognose lag bislang bei 39 bis 45 US-Cent.
Besonders deutlich fiel die Korrektur im Bereich "Education Technology" aus, zu dem vor allem das Taschenrechner-Geschäft von TI gehört. Statt eines Umsatzes von prognostizierten 180 bis 200 Millionen US-Dollar erwartet der Konzern hier nur noch 160 bis 170 Millionen US-Dollar. Dies führt TI vor allem darauf zurück, dass die Händler ihre Lagerbestände für das "Back-to-School"-Geschäft in den USA nicht mehr langfristig aufstockten, sondern die Bestellungen auf einen Zeitpunkt näher am Beginn der Schulzeit im dritten Quartal schoben.
Aber auch die Halbleitersparte musste die Erwartungen zurückschrauben: Ein Umsatz von 3,2 bis 3,34 Milliarden US-Dollar soll hier zustande kommen, zuvor hatte TI noch von 3,14 bis 3,40 Milliarden US-Dollar gesprochen. Zuvor schon hatte es bei TI geheißen, die Nachfrage vor allem nach Highend-Chips für Smartphones habe gelitten. Mittlerweile aber sei die Zahl der Bestellungen für Smartphone-Chips wieder gestiegen, schreibt das Wall Street Journal; auch habe TI mehr Chips für Lowend-Handys liefern können, die in den boomenden Märkten der Schwellenländer vertrieben werden.
Die Börsianer nahmen die Nachrichten von TI erst einmal nicht sehr positiv auf: Im nachbörslichen Handel in den USA – der Konzern legte die neue Prognose nach Schluss des offiziellen Handels an den US-Börsen vor – sank der Kurs der TI-Aktie um 2 Prozent. Bereits zuvor hatte die Aktie ein halbes Prozent nachgegeben. (jk)