Weiter Aufwärtstrend für Elektronik-Industrie in Mitteldeutschland

Der Brachenverband Zvei rechnet nach einem Umsatzsprung auf über zehn Milliarden Euro in der Elektro- und Elektronikindustrie Mitteldeutschlands mit einem guten Geschäftsjahr 2005.

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  • dpa

Nach einem Umsatzsprung auf über zehn Milliarden Euro 2004 rechnet die Elektro- und Elektronikindustrie Mitteldeutschlands auch mit einem guten Geschäftsjahr 2005. 40 Prozent der Unternehmen erwarten weiter steigende Erlöse, elf Prozent einen Rückgang, teilte der Branchenverband ZVEI am Freitag in Erfurt mit. In Sachsen-Anhalt wurde im Vorjahr ein Umsatzplus von 21 Prozent verbucht. In Sachsen waren es 11,7 und in Thüringen zehn Prozent Zuwachs. Mit im Durchschnitt 10,3 Prozent wuchs die Branche in den drei Ländern kräftiger als in Deutschland insgesamt (4,3 Prozent).

Die Beschäftigtenzahl allein in den Mitgliedsbetrieben des Verbands stieg auf insgesamt 22.600. Die meisten neuen Jobs (plus 3,7 Prozent) wurden in Sachsen geschaffen, wo es neben der Halbleiterindustrie mit Schwergewichten wie Infineon und AMD eine Vielzahl von Mittelständlern unter anderem im Elektromaschinenbau und im Konsumgüterbereich gibt. Die vor allem von Anbietern im Bereich Informations- und Kommunikationstechnik geprägte Branche in Thüringen kam nur auf ein Stellenplus von 0,5 Prozent, während sich in Sachsen-Anhalt die Beschäftigtenzahl um 2,6 Prozent erhöhte.

In der jüngsten Konjunkturumfrage der Landesstelle des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie mit Sitz in Dresden beurteilten zwei Drittel der Unternehmen ihre Geschäftsaussichten zuversichtlich. Die Kapazitätsauslastung habe sich verbessert, wobei die Erholung in Thüringen besonders deutlich sei, sagte Geschäftsführer Christian Rode. Auf die Stimmung in den vielfach stark exportorientierten Firmen drückten allerdings angezogene Rohstoffpreise unter anderem für Kupfer und Stahl sowie höhere Energiekosten. "Die Liberalisierung des Energiemarktes hat nicht funktioniert", sagte Günter Errmann, Geschäftsführer der Narva Lichtquellen GmbH in Brand-Erbisdorf und Vorsitzender der Landesstelle. Hinzu käme der starke Euro. (dpa) / (thl)