Blickwinkelstabile Mobildisplays demnächst aus Taiwan
Die E Ink Gruppe will künftig blickwinkelstabile Mobildisplays in Taiwan produzieren und hat deshalb ein Fertigungsabkommen mit LG Displays aufgekündigt. Die Panels mit der Strom sparenden FFS-Technik empfehlen sich besonders für Tablets und Smartphones.
Die taiwanische Firmengruppe E Ink Holdings will eine Kooperation mit LG Displays zur Fertigung von blickwinkelstabilen LCD-Panels mit Fringe Field Switching (FFS-)Technik beenden und Firmenanleihen ihres Tochterunternehmens Hydis Technologies im Wert von 30,5 Millionen US-Dollar von LG zurückkaufen; das Geld soll an Hydis zurückfließen.
Hydis (ehemals Hyundai Electronics) hält die Patente für die FFS-Technik, eine stromsparende Variante der blickwinkelstabilen IPS-Paneltechnik. Beide LCD-Typen kommen in aktuellen Mobilgeräten zum Einsatz. FFS-Displays will E Ink künftig nicht mehr bei LG, sondern beim taiwanischen Panelhersteller Chunghwa Picture Tubes (CPT) fertigen lassen. In seiner Fabrik der Generation 6 für 1,85 m × 1,50 m große Glassubstrate wird CPT wohl in erster Linie FFS-Panels für Smartphones und Tablets produzieren. Hydis selbst besitzt nur LCD-Fabriken bis Gen 3.5 für 75 cm × 62 cm kleine Substrate – aus denen sich beispielsweise 10-Zoll-Panels nicht kostengünstig fertigen lassen.
Die E Ink Holdings ist aus der Firma Prime View International (PVI) hervorgegangen. PVI hat nach der Übernahme des Geschäftsbereichs ePaper von Philips vor gut sechs Jahren zunächst gemeinsam mit E Ink eBook-Reader entwickelt. 2008 übernahm PVI den LCD-Hersteller Hydis Technologies und ein Jahr später schließlich auch den Partner und E-Paper-Pionier E Ink. Im Jahr 2010 ging aus diesem Zusammenschluss die E Ink Holding hervor. Die Technik der Unternehmensgruppe steckt in etlichen E-Book-Readern, unter anderem in den Geräten von Sony und Amazon. (uk)