T-Mobile-Übernahme: AT&T erwägt Zugeständnisse

Die geplante T-Mobile-USA-Übernahme von AT&T steht auf der Kippe. Um doch noch die Zustimmung der Aufsichtsbehörden zu erreichen, erwägt AT&T nun umfangreiche Zugeständnisse - bis hin zum Verkauf von Unternehmensteilen.

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Von
  • dpa

T-Mobile-Geschäft in den USA.

Der US-Telefonkonzern AT&T erwägt Insidern zufolge für die Übernahme der Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile USA umfangreiche Zugeständnisse. So könnte sich AT&T von großen Unternehmensteilen trennen, um die Zustimmung der Aufsichtsbehörden zu erreichen, erfuhr die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitagabend von einer mit der Sache vertrauten Person. Der genaue Umfang stehe zwar noch nicht fest, allerdings könnte es sich um bis zu 40 Prozent der Vermögenswerte von T-Mobile USA handeln.

Die 39 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme steht auf der Kippe, weil die Behörden den Wettbewerb im Mobilfunksektor in Gefahr sehen. Die FCC (Federal Communications Commission) bezweifelt die Angaben von AT&T, wonach eine Übernahme von T-Mobile USA die mobile Datennutzung in den USA und die ländliche Infrastruktur verbessern sowie Arbeitsplätze schaffen werde. Das US-Justizministerium wiederum hat Bedenken angemeldet, dass der Wettbewerb beeinträchtigt werde, wenn die Zahl der großen Mobilfunkanbieter in den USA von vier auf drei verringert werde.

Sollte der Verkauf scheitern, wäre das eine herbe Niederlage auch für die Deutsche Telekom. Der im März angekündigte Deal war mit großer Erleichterung am Markt aufgenommen worden. Schließlich würde sich die Telekom sich mit dem Verkauf von T-Mobile USA eines Sorgenfalls entledigen. (jkj)