E-Plus hat ĂĽber 9,5 Millionen Kunden

Der Mobilnetzbetreiber steigerte seinen Nettoumsatz 2004 um 14 Prozent und zeigt sich zufrieden mit dem Zuwachs an Geschäftskunden und i-mode-Nutzern.

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Von
  • Sven-Olaf Suhl

Der Düsseldorfer Mobilfunknetzbetreiber E-Plus bezeichnet das Geschäftsjahr 2004 dank zweistelliger Steigerungsraten als das bislang "erfolgreichste Jahr" seiner Firmengeschichte. Mit über 9,5 Millionen Kunden habe E-Plus sein angestrebtes Jahresziel von 9 Millionen deutlich übertroffen. Binnen Jahresfrist sei der Kundenbestand um 16 Prozent gestiegen. Maßgeblichen Anteil daran habe das starke vierte Quartal gehabt, in dem der Carrier fast 450.000 Neukunden gewinnen konnte.

Nach eigenen Angaben wächst E-Plus überdurchschnittlich stark bei Vertragskunden: Wie bereits im zweiten und dritten Quartal hätten auch im vierten Quartal 2004 über zwei Drittel (67 Prozent) der Neukunden einen Laufzeitvertrag abgeschlossen. Damit habe der Anteil der Vertragskunden am Kundenbestand Ende 2004 bei 50 Prozent gelegen -- drei Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor. Der Marktanteil sei von 12,7 Prozent auf 13,3 Prozent gestiegen. E-Plus nennt als Ursache für die Steigerung von Kundenzahl und Marktanteil sein Tarifangebot: Rund 40 Prozent der Vertrags-Neukunden hätten sich für einen Tarif mit 3 Cent-Komponente für Gespräche ins Festnetz oder einen Time & More Tarif mit 1.000 Freiminuten am Wochenende entschieden. Im Postpaid-Kundenbestand machten diese Tarife inzwischen 15 Prozent aus (707.000 von insgesamt 4,724 Millionen Kunden mit Laufzeitverträgen).

Das Segment der "umsatzstarken Geschäftskunden" mache inzwischen 15 Prozent am Kundenbestand aus. Ende 2004 zählte E-Plus 1,45 Millionen Geschäftskunden. Die Zahl der i-modeKunden liege bei fast 1,1 Millionen. Das entspricht einem Kundenwachstum bei i-mode von 653.000 bzw. 148 Prozent. Der Durchschnittsumsatz pro Kunde (ARPU -- Average Revenue per User) sei stabil. E-Plus gibt den ARPU -- gerechnet über alle Kunden -- mit 24 Euro pro Monat an, damit sei der Wert auf dem Niveau des Vorjahres, was der Carrier angesichts niedrigerer Minutenpreise als positives Ergebnis interpretiert. Bei den Kunden mit Vertragsbindung hat sich der Umsatz bei Werten um 41 Euro eingependelt, während er bei Prepaid-Kunden im Bereich zwischen bescheidenen acht (Gesamtjahr 2004) oder neun Euro (Vorjahr) verharrt.

Der operative Umsatz von E-Plus sei in 2004 um drei Prozent auf über 2,75 Milliarden Euro gestiegen. Mit 743 Millionen Euro (2003: 644 Millionen Euro) sei das vierte Quartal 2004 das umsatzstärkste des Jahres gewesen. Der Nettoumsatz (Net Sales: operativer Umsatz minus Buchgewinne minus aktivierte Eigenleistungen) sei in 2004 von 2,283 Milliarden Euro um 14 Prozent auf 2,594 Milliarden Euro gestiegen, meldet die Tochter des niederlandischen Netzbetreibers KPN.

Anlässlich der Vorstellung der Wirtschaftsdaten machte E-Plus auch Angaben zum Netzausbau: Mit rund 14.300 GSM-Basisstationen verfüge man über 16 Prozent mehr als im Vorjahr -- in den Vorjahren hatten die Düsseldorfer nach eigenen Angaben rund 400 Millionen Euro in den Ausbau des GSM-Netzes gesteckt. Ende 2004 hätten E-Plus Kunden bundesweit in 400 Städten und Gemeinden UMTS nutzen können, darunter in allen Städten mit mehr als 300.000 Einwohnern. Beim Ausbau des UMTS-Netzes setzt E-Plus auf so genannten Ultra High Sites (UHS). Hierdurch könne mehr Fläche mit weniger Basisstationen versorgt werden. Eine UHS ersetze durchschnittlich acht herkömmliche UMTS-Standorte. (ssu)