Aldi bringt 17-Zoll-Notebook mit Windows Vista

Für 999 Euro will Aldi Süd ab 1. Februar ein Notebook mit 17-Zoll-Display, viel Zubehör, aber etwas zielloser Ausstattung anbieten.

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Aldi Süd will ab 1. Februar für 999 Euro ein Notebook von Medion mit 17-Zoll-Display, 160 GByte großer Festplatte, 1 GByte Hauptspeicher, TV-Tuner, DVD-Brenner und Windows Vista anbieten. Als Prozessor kommt der Intel Core Duo T2050 zum Einsatz, der derzeit langsamste Zweikern-Prozessor von Intel. Die Grafikausgabe übernimmt der ATI Radeon Mobility X1350 mit 128 MByte eigenem Speicher, der zur 3D-Unterklasse gehört. Der TV-Tuner empfängt DVB-T-Signale, jedoch kein Kabelfernsehen. Das Display zeigt 1440 × 900 Punkte, was der von Desktop-Displays gewohnten Punktauflösung von 100 dpi entspricht. Ob das Display eine spiegelnde oder matte Oberfläche hat, sagt Aldi nicht.

Die Schnittstellenausstattung fällt mit WLAN (IEEE 802.11b/g), FireWire, DVI-Ausgang, TV-Ausgang, ExpressCard/54, SPDIF, Analogbuchsen, USB 2.0, Kartenleser, LAN und Modem reichhaltig aus. Als Betriebssystem kommt passend zum Start von Windows Vista die Home-Premium-Variante zum Einsatz. Zum Zubehör gehören eine Tasche, eine Maus und eine Fernbedienung. Die Garantie beträgt drei Jahre. Angaben zur Laufzeit oder zur Geräuschentwicklung macht Aldi nicht.

Mit seiner Ausstattung sitzt der Medion MD 98100 zwischen den Stühlen: Der Prozessor der vorigen Generation (aktuell ist der Core 2 Duo mit höheren Taktraten und schnellerer Speicheranbindung), der nur mittelmäßig ausgebaute Hauptspeicher und der Grafikchip, der für aktuelle 3D-Spiele kaum besser geeignet ist als Chipsatz-Grafikkerne, heben das Notebook nur unwesentlich über die Einstiegsklasse hinaus. Ab etwa 800 Euro gibt es 17-Zoll-Notebooks, die sich bei Multimedia-Anwendungen kaum schlechter, in Puncto Laufzeit wohl sogar besser schlagen dürften als das Aldi-Angebot. Für 200 Euro Aufpreis bietet Aldi hauptsächlich die größere Festplatte und das ganze Zubehör – Schnäppchen sehen anders aus. 17-Zoll-Notebooks mit deutlich schnelleren Prozessoren und 3D-Mittelklasse-Grafikchips wie dem Nvidia GeForce Go 7600 oder ATI Mobility Raden X1600 – vereinzelt auch dem X1800 – gibt es ab etwa 1200 Euro. Dank großer Festplatte, DVB-T-Tuner, SPDIF zur Ansteuerung der Surround-Anlage und DVI-Ausgang für Projektor oder Großbild-Fernseher dürfte das MD 98100 immerhin als Wohnzimmer-Notebook eine passable Figur abgeben.

Einen Test von 17-Zoll-Notebooks verschiedener Preisklassen bringt die aktuelle Ausgabe 3/07 von c't auf S. 122. (jow)