Speicher: Absatz zieht im Q4 nochmal an
Vor allem hochwertige Speicher verkaufen sich zum Jahresende prima. Die HEKs tendieren beständig nach unten, Lieferengpässe muss der Handel in den kommenden Wochen nicht befürchten. Gerüchten zufolge sollen die Preise aber wieder anziehen.
FĂĽr Endkunden ist ein Speicher-Upgrade zur Zeit durchaus attraktiv, die Preise der gefragten Module tendieren deutlich nach unten.
Aktuell folgt der Speichermarkt den Erwartungen. Nachdem sich die HEKs im dritten Quartal leicht erhöht hatten, tendieren sie nun seit Ende Oktober wieder spürbar nach unten. Das vierte Quartal verläuft für Handel und Distribution bislang sehr zufriedenstellend. "Die Nachfrage ist gut und hat in den vergangen Wochen nochmals leicht angezogen", erklärt Peter Zorn, Leiter Einkauf Festplatten und Komponenten bei B.Com Computer. "Die Verfügbarkeit ist über alle Hersteller und Produkte hinweg absolut gegeben und die Preise bewegen sich bislang noch leicht abwärts."
"Wir stellen eine verstärkte Nachfrage nach Speichermodulen für Server fest – mit ECC und Register", ergänzt George Linardatos, General Manager bei Transcend. "Es werden neue Server mit hoher Speicherausstattung – Stichwort Cloud – ausgeliefert sowie bestehende Host-Systeme zum Jahresende aufgerüstet." Für Linardatos eine erfreuliche Entwicklung, vor allem, weil sich hier Qualitäts-Produkte umso besser verkaufen sich lassen.
Gefragte Speicherriegel wie DDR3-1333-RAMs mit zwei GByte sowie 4-GByte-Kits konnten sich stabilisieren und wurden im HEK sogar minimal teurer. Single-Module mit vier GByte fallen dagegen im 4-Wochen-Rückblick um rund sieben Prozent auf nicht ganz 13,60 Euro. Um bis zu 17 Prozent ging es für DDR3-1600-Bausteine nach unten. Betroffen sind vor allem 2- und 4-GByte-Modelle. Kosteten 4 GByte bisher deutlich über 20 Euro, kaufen Händler nun bereits für zirka 17,20 Euro.
Keine Trendwende erwartet
Der durchschnittliche Angebotspreis im Onlinehandel bleibt gegenüber der Vorwoche im heise resale Preisradar relativ stabil auf 34,80 Euro (brutto). Im 4-Wochen-Rückblick entspricht dies einem Rückgang von rund sieben Prozent. In der KW 45 lag der VK noch bei etwas über 37 Euro. Gesucht sind auch in der laufenden Woche 8-GByte-Kits. Acht Typen dieser Größenordnung rangieren momentan in den Top 10. Am meisten gesucht sind Teamgroups DDR3-1333-Kit Elite PC3-10667U (24,40 Euro), die Corsair-Module (DDR3-1600) Vengeance PC3-12800U (31,09 Euro) und G.Skill PC3-10667U (DDR3-1333/24,40 Euro).
Mehr Infos
Bei der Preisbeobachtung unterstĂĽtzten uns:
Actebis Peacock
B.com Computer AG
CTT AG
Devil AG
Ecom GmbH
Ingram Micro GmbH
Bei der Preisbeobachtung unterstĂĽtzten uns:
Actebis Peacock
B.com Computer AG
CTT AG
Devil AG
Ecom GmbH
Ingram Micro GmbH
Bis Weihnachten sollten keine Engpässe auftreten und die Preisentwicklung stabil mit leichten Abschlägen bleiben. Es wird zwar gemunkelt, dass die Preise in Kürze wieder anziehen, dafür gibt es letztendlich aber keinerlei handfeste Argumente. Natürlich missfallen den Chip-Fabrikanten die niedrigen Kurse und hinter den Kulissen wird sicherlich daran gearbeitet, eine Trendwende nach oben einzuleiten. "Künstliche Maßnahmen" haben zuletzt jedoch nie wirklich funktioniert. "Wir rechnen nicht damit, dass sich die aktuelle ruhige Situation bei Speichermodulen und bei Flash-Memory bis Weihnachten spürbar in die eine oder andere Richtung ändern wird", meint auch Transcend-Chef Linardatos.
Class 10 Flash auf dem Vormarsch
Bei Flash-Speichern kauft die Kundschaft, laut B.Com-Manager Zorn, zunehmend Produkte namhafter Hersteller. Speziell bei SDHC fällt die Wahl immer öfter auf Class-10-Karten. Gefragt sind in erster Linie acht und 16 GByte. "Aber auch der Absatz der 32 GByte SDHC Class 10 verläuft erfreulicherweise sehr gut", sagt Transcend-Manager Linardatos. "Unsere Vermutung bestätigt sich, dass bei SDHC-Karten Kapazitäten oberhalb von vier GByte gerne mit hohen Übertragungsraten nachgefragt werden." Seiner Ansicht nach, ein klares Indiz für ein steigendes Qualitätsbewusstsein der Verbraucher in diesem Marktsegment. (map)