Radeon-Grafikkarte lahmt

In Spielen und Benchmarks erreicht meine Radeon-HD-Grafikkarte nicht die volle Leistung. Mit Hilfe des Analysetools GPU-Z protokollierte ich die Taktfrequenzen während des Spielens und stellte fest, dass Grafikchip und Speicher immer nur mit verminderter Geschwindigkeit laufen. Die Grafikchip-Temperatur liegt bei 70°C, automatisches Drosseln kann ich also ausschließen. Ich habe auch den Catalyst-Treiber und schließlich sogar schon Windows neu installiert – das hat alles nichts gebracht. Ist meine Grafikkarte kaputt?

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In Spielen und Benchmarks erreicht meine Radeon-HD-Grafikkarte nicht die volle Leistung. Mit Hilfe des Analysetools GPU-Z protokollierte ich die Taktfrequenzen während des Spielens und stellte fest, dass Grafikchip und Speicher immer nur mit verminderter Geschwindigkeit laufen. Die Grafikchip-Temperatur liegt bei 70°C, automatisches Drosseln kann ich also ausschließen. Ich habe auch den Catalyst-Treiber und schließlich sogar schon Windows neu installiert – das hat alles nichts gebracht. Ist meine Grafikkarte kaputt?

Sind die Übertaktungsfunktionen aktiviert, laufen Chip und Speicher selbst unter Last nur noch gedrosselt. Das klingt absurd, passiert manchem Besitzer von Radeon-Grafikkarten aber tatsächlich.

Sie sind offenbar ein Opfer des „Overdrive-Bug“, der schon seit geraumer Zeit auf manchen Systemen mit Radeon-Grafikkarten auftritt, sofern „AMD Overdrive“ im Grafiktreiber aktiviert ist. Manchmal schalten sich diese Übertaktungs- und Regelungsfunktionen bereits bei der Installation ungefragt ein. Dagegen hilft, sie manuell im Radeon-Treiber zu deaktivieren. Dazu gehen Sie ins Treibermenü (Rechtsklick auf den Desktop, dann im Kontextmenü „Catalyst Control Center“ oder „Vision Control Center“ wählen) und dort über den Menüpunkt „Performance“ zum „AMD Overdrive“-Eintrag, wo Sie das erste Häkchen entfernen oder den Schieberegler umstellen.

Um die Overdrive-Funktionen – etwa Übertakten von Grafikchip und Speicher und manuelle Steuerung des Grafikkartenlüfters – dennoch weiterhin nutzen zu können, installiert man am besten das kostenlos erhältliche Tool MSI Afterburner (siehe c’t-Link).

www.ct.de/1201146 (mfi)