Ex-Suse-Chef investiert in Open-Xchange

Richard Seibt investiert zusammen mit zwei US-Kollegen in den Hersteller der Alternative zu Microsofts Exchange-Server.

vorlesen Druckansicht 89 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Mattias Hermannstorfer

Open-Xchange, Entwickler der gleichnamigen Groupware-Lösung, erhält finanzielle Unterstützung durch Richard Seibt, ehemals Chef des Linux-Distributors Suse und nach dessen Übernahme durch Novell kurzzeitig Chef deren Europa-Geschäfts. Mit ihm zusammen beteiligen sich zwei US-Amerikaner: Der Wagniskapitalgeber und Investmentbanker Robert A. Young (nicht zu verwechseln mit dem soeben bei Red Hat ausgeschiedenen Robert "Bob" Young) und der ehemalige IBM-Vizepräsident Lee Dayton. Alle drei kaufen neu ausgegebene Aktien und nehmen außerdem im Aufsichtsrat des Unternehmens Platz.

Die Software ermöglicht es Firmen, den Microsoft-Exchange-Server gegen Open-Xchange auszutauschen, ohne dass Nutzer von Microsofts Outlook auf zentralisierte Kalender-, Terminplanungs-, und Mail-Funktionen verzichten müssen. Netline schuf mit dem Open-Xchange-Server die Grundlage für den Suse Linux Openexchange Server (SLOX). Das Unternehmen stellte die Software vor einem Jahr unter die GPL und übertrug die Rechte am Open-Xchange-Server kürzlich der in den USA gegründeten Open-Xchange Inc. Die aktuelle Version 5 ist mittlerweile für die Enterprise-Distributionen von Novell/Suse und Red Hat erhältlich. Nach der Übernahme von Suse stellte Novell den Vertrieb des SLOX Anfang 2005 ein und setzte stattdessen auf eine Zusammenarbeit mit Netline. Inzwischen bietet Novell den Open-Xchange-Server im Bundle mit Suse Linux Enterprise Server an. Auch ein Bundle mit Red Hat Enterprise Linux wurde mittlerweile aufgelegt. (mhe)