Nokia präsentiert drei neue Lifestyle-Handys
Die "L'Amour Collection" aus Nokia 7360, 7370 und 7380 umfasst EDGE-fähige Triband-GSM-Handys zu Preisen zwischen 230 und 580 Euro ohne Vertrag und paart bekannte Technik mit modischen Designvarianten.
Handy-Weltmarktführer Nokia präsentiert seine "L'Amour Collection" aus den Endgeräten 7360, 7370 und 7380. Hierbei handelt es sich um EDGE-fähige Triband-GSM-Handys zu Preisen zwischen 230 und 580 Euro ohne Vertrag, die bekannte Technik mit modischen Elementen paart. Das Design-Team habe sich durch Materialien wie Bernstein, Keramik, Türkis oder Seide inspirieren lassen und sich bei beim Außendesign an Handwerkstechniken wie dem Emaillieren oder Ätzen "inspirieren" lassen, teilen die Finnen mit.
Das Nokia 7360 im herkömmlichen Riegelformat richtet sich mit einem Preis von 230 Euro ohne Vertrag (Mehrwertsteuersatz von 16 Prozent eingerechnet) für trendbewusste Einsteiger(innen), denen außerdem eine Palette "eleganter" Zubehör-Produkte wie Trageriemen und Taschen zur Verfügung stehen. Der Funktionsumfang des Handys wirkt mit VGA-Kamera, einem 128 × 160 messenden Display mit 16-Bit Farbtiefe und Push-to-Talk over Cellular (PoC) komplett, doch sind Mobiltelefone mit vergleichbarer technischer Ausstattung deutlich billiger zu haben. Eine E-Mail-Funktion und GPRS Class 10 sind ebenso an Bord wie Enhanced GPRS (Class 6), das allerdings nur in EDGE-fähigen Mobilfunknetzen genutzt werden kann, wie sie beispielsweise in Frankreich, Österreich und der Schweiz existieren.
Ein aufwendigeres Gehäuse mit Lederbesatz und drehbarem Display, das das Tastenfeld schützt, bietet das Nokia 7370. PoC fehlt diesem Modell, dafür besitzt es eine 1,3-Megapixel-Kamera mit separaten Bedientasten, ein zwei Zoll großes QVGA-Display mit 18 Bit Farbtiefe und 240 × 320 Pixeln. Zusätzlich hat das 7370 Bluetooth an Bord und lässt sich so mit geeigneten Stereo-Kopfhörern oder Kfz-Freisprechanlagen verbinden. Zusätzlich zu GPRS und EGPRS (beide Class 10) bietet es auch leitungsgebundenen Datenversand via HSCSD. Das Nokia 7370 soll in zwei Farbvarianten erhältlich sein -- in Kaffeebraun oder bernsteinfarben.
Mit rund 580 Euro ohne Vertrag belastet das Nokia 7380 das Budget. Die Finnen sehen als Zielgruppe männliche wie weibliche Käufer, die "bereit sind, für die schönen Dinge des Lebens etwas mehr zu bezahlen". Mit Abmessungen von 114 mm × 30 mm × 20 mm ist es sehr schlank geraten -- dafür müssen sich die spendablen Nutzer mit einem 16-Bit-Display im Format 104 × 208 Pixel bescheiden. Das 7380 bietet zum Verbindungsaufbau eine "intuitiv" zu bedienende Sprachanwahl anstelle eines Zifferntableaus. Unter dem Gehäuse mit Lederelementen und einem Spiegel-Display birgt das 7380 eine 2-Megapixel-Kamera mit Blitzlicht. Bluetooth und PoC sind laut Nokia nicht an Bord, GPRS und EGPRS sind ausgerechnet beim hochpreisigen 7380 auf Class 8 beschränkt.
Alle drei L'Amour-Handys sollen ab dem ersten Quartal 2006 in die Läden kommen. Bereits in der Vergangenheit hatte Nokia bewährte Technik in modischer Verpackung präsentiert -- so im vergangenen September die Handys 7260, 7270 und 7280 anlässlich des "Totally-Fashion-Event" in Shanghai. Konkurrent Siemens war mit dem Versuch, sein zwischenzeitlich darbendes Handy-Geschäft mit der Lifestyle-Baureihe "Xelibri" zu beflügeln, nicht erfolgreich und hatte das Projekt im Frühjahr 2004 zu Grabe getragen -- die letzten Xelibri-Exemplare landeten zu Schleuderpreisen in den Regalen wenig trendverdächtiger Supermarktketten wie "Real". (ssu)